Wenn das Wort durch und durch geht

Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, (Apg. 2,37).

Hierbei geht es um die Rede des Petrus an Pfingsten. Für Durchdringen steht gr. katanysso (zusammengesetzt aus kata und nysso). Kata = herab, abwärts, nieder; nysso = stoßen, stechen. Das Nomen dazu ist der nyssa, der Prellstein, Wendestein, der bei Wagenrennen an einen Wendepunkt gesetzt wurde, um in die richtige Richtung zu leiten (notfalls durch Abprallen). Da dieser Wendepunkt mit »kata« weiter bestimmt wird, ist die Bedeutung quasi ein Pendant zum verlorenen Sohn, der auch genau dort seinen Wendepunkt findet, wo er »ganz unten« ist. Weiterlesen

Trost

Das dt. Wort »Trost« stammt von Treue und die wird laut Duden in Beziehung gesetzt zu einem Vertrag bzw. Bündnis. Gottes Bund mit dem Menschen. Im Niederländischen heißt Vertrag Kontrakt (von lat. con-trahere). Eine Kontraktion ist eine Zusammenziehung. Ein herrliches Bild. Gott sucht meine Nähe, will sich mit mir zusammenziehen, ganz eng. Ich, wir alle, sind für ihn anziehend! Wenn man sich näherkommt, lernt man sich kennen. Nähe, Beziehung, Wärme, Vertrautheit lassen zur Ruhe kommen. Damit hängt Trost im Hebräischen zusammen (noach, nachem, menachem).

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Denken Gedanke

Denken ist im Hebräischen identisch mit Rechnen. Das Verb denken lautet chischew, 8-300-2. Machschawah, 40-8-300-2-5, ist der Gedanke. Das Wort hat bis ins moderne Hebräisch Einzug für eine Rechenmaschine erhalten, den Computer. Dieser wird im heutigen Israel machschew genannt. Eine mögliche Eselsbrücke wäre »Mach Chef«, denn längst hat sich der Computer in unserer Zeit verselbständigt und tatsächlich zum Chef gemacht. So erhielt ich vor wenigen Tagen Post vom Bundeszentralamt für Steuern, die mit folgendem Text unterzeichnet war:  Weiterlesen

Firmament Rakia Spiegel

Die Schöpfung, wie sie in 1. Mose 1 vom Heiligen Geist inspiriert, berichtet wird, geschieht durch Elohim. Dieses Wort, welches mit Gott übersetzt wird, ist eigentlich gar nicht übersetzbar. Die Übersetzung zeigt eine Art Flucht aus dem Dilemma des „Nicht wissen, was gemeint ist“. Elohim meint: gerechter Gott, Garant der Gesetze, Erhalter der Welt. Dieser Name ist eine Mehrzahlform und kann auch Götter bedeuten. Wo es um Zweiheit geht, erscheint das entsprechende Wort ganz selbstverständlich in Mehrzahl. Immer aber wird eingeschärft: Denke daran, es ist nur ein Gott, denn Gott ist allumfassend. Der Mensch ist eben geneigt, das Ganze in einzelnen Stücken zu sehen. Weiterlesen