Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

Der verlorene Sohn, Weg Wahrheit und Leben

Siebter und letzter Teil der Linzer Tagung von 2018. Während ein Teil von uns ausgeht, also nach außen geht, bleibt ein anderer beim Ursprung, dem Vaterhaus. Die in 22 Versen erzählte Geschichte vom verlorenen Sohn konfrontiert uns mit unserem eigenen Weg in vielschichtiger Weise. In diesem kurzen Vortrag gebe ich nur eine Übersicht über diese Erzählung aus Lukas 15 und betone Aspekte, die sonst eher weniger betont werden. Weitere Erwähnung finden die kreisenden Schwerter, die den Weg zum Baum des Lebens versperren und die Verbindung zw. Thomas, dem Zwilling, und Jesus in Bezugnahme auf Johannes 14,6. Der bekannte Ausspruch „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ gilt Thomas. Nur unter diesem Gesichtspunkt kann man dem nahekommen was gemeint ist: Ich bin du. Wer also sind wir?

Öl und Wein, Wandlung und Fluss im Leben

Sechster von sieben Teilen der Linzer Tagung von 2018. Die Wachstumsarten nach 5. Mose 8,8-9, Öl und Wein enden als Wort „ganz unten“. Die Welt der Vier (die stoffliche Welt) trägt uns und führt zur Begegnung mit dem Erlöser. Unser Leben basiert auf Vertrauen. Hinführung zur Besprechung des verlorenen Sohnes.

Der barmherzige Samariter Teil 2 / 2

Fünfter von sieben Teilen der Linzer Tagung von 2018. Besprochen werden u.a. familiäre Gewalt, Selbstwert und -entwertung, die innere Stabilität (Knochen und Selbst sind im Hebräischen identisch), unsere Überreaktionen in bestimmten Situationen zeigen unsere nicht geheilten Wunden. Die Wunde als Durchbruch von innen nach außen.

 

Grün im Jetzt

Friedrich Weinreb in Welt der Kräuter

Wenn ich im Jetzt Angst vor der Zukunft habe und davor fliehe oder ein Schuldgefühl aus Vergangenem habe, oder ein Rachegelüst, weil mir Unrecht geschehen ist, dann bin ich nicht im Frieden mit der Vergangenheit und fliehe vor ihr. Ich verdränge sie sozusagen. Dann bin ich nicht grün. Bei mir ist entweder dies oder jenes, aber „grün“ jedenfalls nicht.  Grün bedeutet Freude über das Offenbarwerden, wie das Vergangene (gelb) und das Kommende (blau) sich im Jetzt (grün) begegnen.

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Der barmherzige Samariter Teil 1 / 2

Im vierten der sieben Teile der Linzer Tagung von 2018 geht es um die Erzählung in Lukas 10, wo ein „Nomikos“ (Mann des Gesetzes) Jesus die Frage nach der Nächstenliebe stellt. Ich möchte an dieser Stelle noch ein paar Hinweise geben, die ich auf der Tagung nicht erzählt habe. Die erzählte Geschichte vom barmherzigen Samariter wird oft als Fundament für die christliche Nächstenliebe gesehen und verstanden, sodass sogar eine Hilfsorganisation den Samariter in ihrem Namen trägt (Arbeiter-Samariter-Bund). So ehrenwert das Handeln des Samariters auch ist – und daran zweifelt sicher niemand – so unverständlich ist die Reaktion des Priesters und des Leviten, die nach dem übersetzten Bibeltext sogar die Straßenseite wechseln. Das nur in dieser Erzählung vorkommende gr. Wort für die „gegenüberliegende Seite“ (ἀντιπαρέρχομαι (antiparerchomai)) bedeutet eigentlich noch etwas anderes, doch verändert es die wesentliche Aussage nicht, dass weder Priester noch Levit helfen. Der Grund liegt in der Zuständigkeit.

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