Haflaga – Spaltung im Tal

Seele und Körper werden getrennt

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Das dor ha-flaga (die Generation der Spaltung) wollte den Himmel mittels spezifischer irdischer Materialien erobern, was zu dessen Teilung und Spaltung führte. Das ist eine sehr wichtige Phase in der Geschichte der Welt und ebenso in der persönlichen Geschichte jedes Menschen. Bevor dieses Ereignis stattfand, war die ganze Welt 1; die Sprache war 1 und die Worte waren 1, wie in 1. Mose 11 ausdrücklich erzählt wird. Der Sinn der Dinge war also sofort offensichtlich, und es konnte kein Missverständnis über die Natur der sichtbaren Welt geben. Dann aber, so wird erzählt, wanderte die Menschheit aus dem Osten ein.

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Der spielende Mensch

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Höhere Tiere wissen, wie man spielt. Das Spielen ist nämlich eine Abweichung von einem Weg, der nur eine Linie kennt. Alles in der Natur folgt einem Trieb, der in die Schöpfung hineingelegt wurde; anders würde nichts funktionieren. Schwerkraft kann nur Schwerkraft sein, Wasser kann nur Wasser sein. Die weißen Blutkörperchen tun ihre Arbeit und weichen nicht davon ab. Fische und Vögel ebendesgleichen.
Aber je höher das Tier [aus biologischer Sicht] kommt, desto mehr beginnt man zu entdecken, dass es manchmal etwas tut, was auf den ersten Blick keinen Sinn ergibt. Es wird manchmal, von utilitaristischen Motiven getragen, gesagt, dass das Tier bestimmte Eigenschaften trainiert, aber dann wäre es töricht anzunehmen, dass zum Beispiel Menschenaffen das Bedürfnis haben, Dinge auszuüben, die sie nicht brauchen.
Es geht darum, sich dem Menschen in dem Bereich zu nähern, wo er die Wahl hat, etwas zu tun oder nicht zu tun, wo er die Alternative hat und sich dessen bewusst ist, dass er wählen kann.
Der Mensch ist das Wesen, das auf dem Weg der Welt, dem Weg, der sich in zwei Teile teilt, die Sphinx findet, die ihn nach dem Sinn fragt, denn der Mensch steht in der Welt der Zweiheit immer an einer Weggabelung.

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Der Einfluss Europas auf Asien und Afrika

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Die Gedanken der Thora machen es unmöglich zwischen verschiedenen individuellen Menschen, zwischen Völkern und Rassen einen prinzipiellen Unterschied zu machen. Denn deutlich erzählt Gott, dass alle Menschen von einem einzigen Menschen abstammen. Niemand kann sich auf ein höheres Niveau berufen oder sich dessen rühmen besser zu sein als ein anderer, denn bei der Wurzel treffen sich alle.
Die Heiden unterscheiden sich in diesem Punkt sehr deutlich. Sie kennen verschiedene Kasten, Rassen, Nationen und Religionen, weil sie die Rückkehr zur „Eins“ nicht kennen. Sie kennen weder bei Gott noch beim Menschen die Eins und das schließlich alles in der Eins wurzelt und dass der Mensch der sichtbare Ausdruck dieser Einheit ist.
Die Pflanzen und Tiere wurden von Beginn an in Vielheit geschaffen, doch der Mensch wurde als „Wesen der Eins“ geschaffen. Deshalb repräsentiert ausschließlich der Mensch die Eins in dieser [sichtbaren] Welt.

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Ohne Tier kein Bund mit Gott

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Bei der Verwüstung Jerichos werden auch die Tiere geschlagen. Hier sehen wir wieder, wie der Körper tatsächlich an der Wegnahme von Abweichungen beteiligt ist und dass alles, was mit diesem Körper verbunden ist, obwohl wir den Zusammenhang nicht so direkt sehen, das gleiche Schicksal erleiden muss, den gleichen Weg gehen muss wie der Körper selbst. Es war der Körper, der mit seinen Sinnen den Kreis [die Stadtmauer] von Jericho schuf. Deshalb muss alles Körperliche, und was auf diese Weise den Weg gelernt hat, dann auch in der neuen Phase verschwinden. Nichts darf daraus mitgenommen werden, weil dann wieder der Keim weitergetragen wird, und die gleiche Gefahr besteht wie für Jericho. Bei der Sintflut und in Ägypten sehen wir das gleiche Prinzip, nämlich dass auch die Tiere mit dem abgewichenen Menschen weggenommen werden. Der Bund mit Gott wird deshalb auch mit dem Tier geschlossen, weil das Körperliche imstande ist die Verbindung richtig herzustellen, indem sämtliche Körpersinne [nicht mehr nach außen, sondern] auf den Kern gerichtet werden.
Bund bedeutet also auch so etwas wie eine Verbindung, eine Verbindung des Kernes mit dem Kreis, und diese Verbindung macht es dem [Außen-]Kreis möglich, immer auf den Kern bezogen zu leben, sich in allem vom Kern leiten zu lassen. Und dafür muss das Tier, also der Körper, mit einbezogen werden.

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Pessach – Wenn die Zeit sich öffnet

Der 9. Schlag („Plage“)

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Die 9. makkah, 40-20-5 (Schlag, nicht „Plage“) ist die der choschech, 8-300-20 (Finsternis). Modern physikalisch ausgedrückt heißt das auch: Der Zusammenbruch der Materie, weil die Elektronenringe aufhören, selbständig zu existieren und wieder eins mit dem Kern werden.
Denn bei der Schöpfung herrschte zunächst Finsternis über dem, was man tehom, 400-5-6-40 [Abgrund] nennt. Es gab also keinen Kreis, alles war in einer Einheit, aber noch in einer unerlösten Einheit, in einem Chaos. Die Erde war tohu wabohu und über dem Wasser war der ruach elohim [Geist Gottes].

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