Friedrich Weinreb in Traumleben IV

Eine Mitteilung der Überlieferung sagt: Du träumst immer deinen eigenen Namen. Es wird dabei auf Pharao Bezug genommen, dessen Name vom selben hebräischen Wortstamm gebildet ist wie die Kühe, von denen er träumt. Was du im Wachen, Bewußten als außerhalbstehend, als Gegenüber wahrnimmst, bist im Traum du selbst; in und mit allem, was dir im Traum geschieht, träumst du dich selbst. Dein Name ist gleichsam deine Schicksalsformel. Und wenn du mit deinem Namen nicht übereinstimmst oder wenn dir dein Name nicht bewußt ist, dann erzählt dir dein Traum, wie du wirklich heißt. In der Nacht lernst du dich kennen, begegnest deinem Namen. Traumdeutung im alten Wissen meint ein Erkennen des Namens, den du trägst.