Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

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Der Aussatz in der Bibel

zora’ath ist der in der Bibel gebrauchte hebräische Sammelbegriff für etwas Krankhaftes, das sich am oder im Menschen äußert. Die moderne wissenschaftliche Deutung Lepra führt gänzlich vom Sinn des Wortes weg. In Zahlen schreibt sich zora’ath, 90-200-70-400, also zade-resch-ajin-taw. Die alte Deutung lautet:

Das Wort zoraath besteht aus zur, 90-200, Form und eth, 70-400, Zeit und bedeutet: Form, Leiden in der Zeit, das Leiden der Form ist die Begrenztheit ihres Sinns durch die Zeit; zoraath bedeutet aber auch, die Gefangenschaft der Erfahrung der Zeit in der Welt der Formen, im Leid der Form. Zoraath hat also mit dem Erscheinen des Menschen hier zu tun.
Das Wort Aussatz, aussätzig bedeutet, dass im Leben des Menschen sich zeigt, dass er eben nicht weiß von einer Vorbestimmung, dass alles schon zum Heil, zum Glück, zum Guten dient und er weiß auch nicht, dass das Ziel der Welt auch zu einer Erlösung führt, also eine Rückkehr zum Ursprung, zum Hause des Vaters, zur kommenden Welt also. Und wenn er das nicht weiß, dann ist seine Erscheinung schon an sich krank, aussätzig.

Weinreb, 71Z1 Das Matthäusevangelium

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Der Begriff „Verloren“ in der Bibel

Was bedeutet der Begriff »verloren« in der Bibel? In welchem Zusammenhang erscheint er zum ersten Mal? Insbesondere im Christentum droht man damit, dass man »verloren gehen könne«; so hat man dort im Laufe der Geschichte allerhand Strategien entwickelt, um Menschen unter Druck zu setzen und zu Entscheidungen zu zwingen, die anhand eines wortwörtlichen Verständnisses der Bibel »belegt« werden. Tragik pur. Um den Begriff »verloren« zu verstehen, muss man wissen was Ägypten in der Bibel bedeutet. Antworten gibt uns das Hebräische zuhauf. In diesem Video versuche ich, die Zusammenhänge auch für diejenigen nachvollziehbar zu machen, die keinen Zugang zur Ursprache der Bibel haben.

Die Bücher, die ich zitiere und empfehle können unter folgender Adresse erworben werden: http://weinreb-tonarchiv.de

Trost

Das dt. Wort »Trost« stammt von Treue und die wird laut Duden in Beziehung gesetzt zu einem Vertrag bzw. Bündnis. Gottes Bund mit dem Menschen. Im Niederländischen heißt Vertrag Kontrakt (von lat. con-trahere). Eine Kontraktion ist eine Zusammenziehung. Ein herrliches Bild: Gott sucht meine Nähe, will sich mit mir zusammenziehen, ganz eng. Ich, wir alle, sind für ihn anziehend! Wenn man sich näherkommt, lernt man sich kennen. Nähe, Beziehung, Wärme, Vertrautheit lassen zur Ruhe kommen. Damit hängt Trost im Hebräischen zusammen (noach, nachem, menachem).

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Denken Gedanke

Denken ist im Hebräischen identisch mit Rechnen. Das Verb denken lautet chischew, 8-300-2. Machschawah, 40-8-300-2-5, ist der Gedanke. Das Wort hat bis ins moderne Hebräisch Einzug für eine Rechenmaschine erhalten, den Computer. Dieser wird im heutigen Israel machschew genannt. Eine mögliche Eselsbrücke wäre »Mach Chef«, denn längst hat sich der Computer in unserer Zeit verselbständigt und tatsächlich zum Chef gemacht. So erhielt ich vor wenigen Tagen Post vom Bundeszentralamt für Steuern, die mit folgendem Text unterzeichnet war: 

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Wald

bezeichnet ursprünglich das nicht bebaute, sich selbst überlassene Land. Daher auch die Verwandtschaft zu wild. Das Wilde ist das von Menschen Unbeeinflusste. Unsere heutigen Wälder werden von Menschen bewirtschaftet und kontrolliert, die nicht Waldmeister, sondern Förster genannt werden. Wer könnte schon Meister des Wilden sein? So kommen wir zu einem weiteren Begriff, der für Wald verwendet wird: Forst, engl. forest, franz. forêt. Alle Wörter stammen vom mittellateinischen forestis, welches »das, was außerhalb liegt« bedeutet. Dies wiederum gehört laut Duden zu lateinisch foris, foras »außerhalb«.

Forschen wir etwas weiter, so werden die Zusammenhänge noch offensichtlicher.

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