Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

Kategorie: Begriffslexikon (Seite 1 von 5)

Der Begriff “Verloren” in der Bibel

Was bedeutet der Begriff »verloren« in der Bibel? In welchem Zusammenhang erscheint er zum ersten Mal? Insbesondere im Christentum droht man damit, dass man »verloren gehen könne«; so hat man dort im Laufe der Geschichte allerhand Strategien entwickelt, um Menschen unter Druck zu setzen und zu Entscheidungen zu zwingen, die anhand eines wortwörtlichen Verständnisses der Bibel »belegt« werden. Tragik pur. Um den Begriff »verloren« zu verstehen, muss man wissen was Ägypten in der Bibel bedeutet. Antworten gibt uns das Hebräische zuhauf. In diesem Video versuche ich, die Zusammenhänge auch für diejenigen nachvollziehbar zu machen, die keinen Zugang zur Ursprache der Bibel haben.

Die Bücher, die ich zitiere und empfehle können unter folgender Adresse erworben werden: http://weinreb-tonarchiv.de

Trost

Das dt. Wort »Trost« stammt von Treue und die wird laut Duden in Beziehung gesetzt zu einem Vertrag bzw. Bündnis. Gottes Bund mit dem Menschen. Im Niederländischen heißt Vertrag Kontrakt (von lat. con-trahere). Eine Kontraktion ist eine Zusammenziehung. Ein herrliches Bild. Gott sucht meine Nähe, will sich mit mir zusammenziehen, ganz eng. Ich, wir alle, sind für ihn anziehend! Wenn man sich näherkommt, lernt man sich kennen. Nähe, Beziehung, Wärme, Vertrautheit lassen zur Ruhe kommen. Damit hängt Trost im Hebräischen zusammen (noach, nachem, menachem).

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Denken Gedanke

Denken ist im Hebräischen identisch mit Rechnen. Das Verb denken lautet chischew, 8-300-2. Machschawah, 40-8-300-2-5, ist der Gedanke. Das Wort hat bis ins moderne Hebräisch Einzug für eine Rechenmaschine erhalten, den Computer. Dieser wird im heutigen Israel machschew genannt. Eine mögliche Eselsbrücke wäre »Mach Chef«, denn längst hat sich der Computer in unserer Zeit verselbständigt und tatsächlich zum Chef gemacht. So erhielt ich vor wenigen Tagen Post vom Bundeszentralamt für Steuern, die mit folgendem Text unterzeichnet war: 

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Wald

bezeichnet ursprünglich das nicht bebaute, sich selbst überlassene Land. Daher auch die Verwandtschaft zu wild. Das Wilde ist das von Menschen Unbeeinflusste. Unsere heutigen Wälder werden von Menschen bewirtschaftet und kontrolliert, die nicht Waldmeister, sondern Förster genannt werden. Wer könnte schon Meister des Wilden sein? So kommen wir zu einem weiteren Begriff, der für Wald verwendet wird: Forst, engl. forest, franz. forêt. Alle Wörter stammen vom mittellateinischen forestis, welches »das, was außerhalb liegt« bedeutet. Dies wiederum gehört laut Duden zu lateinisch foris, foras »außerhalb«.

Forschen wir etwas weiter, so werden die Zusammenhänge noch offensichtlicher.

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Reife

hängt sprachlich zusammen mit »Reihe«; eins folgt auf das andere. Reife wird in der Natur durch das Erleben der Zeit erlangt und ist die letzte Station, die Endstation auf dem Weg des Werdens. Die Entwicklung hat ihr Ziel erreicht. Es folgt die Ernte. Von unserer irdischen Wurzel getrennt zu werden, die uns hervorgebracht und versorgt hat, hat zuweilen nichts mit Abtrünnigkeit, sondern mit Reife zu tun. Einige Pflanzen lassen die reife Frucht auch fallen. Wenn sich unser Umfeld von uns distanziert, kann das durchaus etwas mit Reife zu tun haben.

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