Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

Kategorie: Tageszitat (Seite 1 von 17)

Grün im Jetzt

Friedrich Weinreb in Welt der Kräuter

Wenn ich im Jetzt Angst vor der Zukunft habe und davor fliehe oder ein Schuldgefühl aus Vergangenem habe, oder ein Rachegelüst, weil mir Unrecht geschehen ist, dann bin ich nicht im Frieden mit der Vergangenheit und fliehe vor ihr. Ich verdränge sie sozusagen. Dann bin ich nicht grün. Bei mir ist entweder dies oder jenes, aber „grün“ jedenfalls nicht.  Grün bedeutet Freude über das Offenbarwerden, wie das Vergangene (gelb) und das Kommende (blau) sich im Jetzt (grün) begegnen.

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Denken Gedanke

Denken ist im Hebräischen identisch mit Rechnen. Das Verb denken lautet chischew, 8-300-2. Machschawah, 40-8-300-2-5, ist der Gedanke. Das Wort hat bis ins moderne Hebräisch Einzug für eine Rechenmaschine erhalten, den Computer. Dieser wird im heutigen Israel machschew genannt. Eine mögliche Eselsbrücke wäre »Mach Chef«, denn längst hat sich der Computer in unserer Zeit verselbständigt und tatsächlich zum Chef gemacht. So erhielt ich vor wenigen Tagen Post vom Bundeszentralamt für Steuern, die mit folgendem Text unterzeichnet war: 

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Firmament Rakia Spiegel

Die Schöpfung, wie sie in 1. Mose 1 vom Heiligen Geist inspiriert, berichtet wird, geschieht durch Elohim. Dieses Wort, welches mit Gott übersetzt wird, ist eigentlich gar nicht übersetzbar. Die Übersetzung zeigt eine Art Flucht aus dem Dilemma des „Nicht wissen, was gemeint ist“. Elohim meint: gerechter Gott, Garant der Gesetze, Erhalter der Welt. Dieser Name ist eine Mehrzahlform und kann auch Götter bedeuten. Wo es um Zweiheit geht, erscheint das entsprechende Wort ganz selbstverständlich in Mehrzahl. Immer aber wird eingeschärft: Denke daran, es ist nur ein Gott, denn Gott ist allumfassend. Der Mensch ist eben geneigt, das Ganze in einzelnen Stücken zu sehen.

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Einmaliger Zugang zum Wort

Friedrich Weinreb in der Einleitung zu seinem Hauptwerk Schöpfung im Wort

Das Bedürfnis, sich zu betäuben, sich zu zerstreuen, das Bedürfnis nach Spielen – was immer, in welcher Art es sich auch äußert, auf ein Ausschließen der Realität hinausläuft, auf die Schaffung einer Scheinwelt – sind die äußerlichen Merkmale des Aufgebens der Hoffnung, den Weg des religiösen Menschen wiederzufinden. Auch das Sich-Klammern an jede exotische, das wahre Menschliche vernebelnde »geistige« Strömung, wenn sie nur den Eindruck erweckt, mit der Vermittlung von Glauben und Vertrauen zu tun zu haben, mit Welten jenseits der sinnlichen Wahrnehmung, wenn sie nur vorgibt, umfassend zu sein und aus anderen Sphären zu kommen, ist ein Anzeichen für menschliche Bedürfnisse und menschliches Suchen; vor allem aber ist es auch ein Hinweis auf beängstigende menschliche Einsamkeit und tiefes menschliches Leid.

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Welt und Ewigkeit

Friedrich Weinreb in Wege ins Wort

Im Hebräischen ist Ewigkeit »olam«, das gleiche Wort, wie das Wort für Welt, wie das Wort für eine Gemeinschaft. Ist Welt also identisch mit Ewigkeit, dann ist das Leben in der Welt ewig. Zeit erlebt das Leben an der einen Seite der Dualität, Ewigkeit an der anderen Seite. Ehe zwischen Zeit und Ewigkeit bringt die Frucht des sich immer neu zum Leben erweckt Empfindens. Dieses Erwecktsein, dieses Wachsein gibt dem Leben den Reiz des Ewigen. Tod ist uns dann fern.

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