Friedrich Weinreb in Welt der Kräuter

Wenn ich im Jetzt Angst vor der Zukunft habe und davor fliehe oder ein Schuldgefühl aus Vergangenem habe, oder ein Rachegelüst, weil mir Unrecht geschehen ist, dann bin ich nicht im Frieden mit der Vergangenheit und fliehe vor ihr. Ich verdränge sie sozusagen. Dann bin ich nicht grün. Bei mir ist entweder dies oder jenes, aber „grün“ jedenfalls nicht.  Grün bedeutet Freude über das Offenbarwerden, wie das Vergangene (gelb) und das Kommende (blau) sich im Jetzt (grün) begegnen. Das Jetzt könnte für uns ewig sein, wenn wir nur den Frieden hätten; wenn wir nur keine Angst mehr vor der Zukunft und keine Verdrängungsbedürfnisse zur Vergangenheit hätten, sondern nur das Gefühl, alles ist in Ordnung – es ist gut, herrlich; wie schön ist es doch, das Leben. Dann könnte es nicht schöner sein.