Die dritte Tochter Hiobs (Hiob 42,14) heißt Keren Hapuch, 100-200-50 5-80-6-20. Keren ist das Horn, auch Füllhorn. Dieses Horn wird auch als Schophar verwendet, durch welches Gott bläst, sodass die erscheinende Welt entsteht. Hapuch ist die Umkehrung, das Gegenteil. Beim Wachsen des Hornes verjüngt sich dieses zu seinem Ende hin. Bei der Verwendung als Schophar ist das Ende der Anfang. Genau wie beim Blechblasinstrument wird der durch die pulsierenden Lippen »zerhackte« Luftstrom zuerst in die schmalste Öffnung eingeblasen (Mundstück). Anschließend verlässt er das Instrument am sogenannten Schallbecher, dem größten Teil des Instruments, als Ton, der weithin vernehmbar ist. Keren Hapuch meint die Umkehrung der Verhältnisse, wodurch diese auch einen ganz neuen Sinn erhalten. Das Ewige wird als Ursprung der Geschehnisse in dieser Welt erkannt. Im Bild des Schophar kann der Ruf nur durch die Umkehrung der Verhältnisse in die Welt tönen und etwas bewirken. Keren Hapuch, Tochter Hiobs, will uns sagen, dass die 3 ½ vom Worte Keren (100+200+50 = 350) durch die Umkehrung die »andere« 3 ½ hervorbringt, die den schöpferischen Klang hervorbringt. Heißt es doch, dass Gott diese Welt durch das Blasen des Schophars hervorbringt.