Hebräisch lautet Netz rescheth, 200-300-400, in der Summe 900, die 9 in den Hundertern. Die Zahl 9 ist verbunden mit Schwangerschaft und Geburt, die beispielhaft für das Leben und die Entwicklung im Wasser und die Befreiung daraus stehen. Im hebr. Alphabet ist die 9 das Zeichen teth, welches auch Gebärmutter bedeutet. Die 90 ist die zade, der Haken bzw. Angelhaken, womit der Fisch aus dem Wasser gezogen wird. Die 900, die sich aus der Summe der Zeichen für das Wort Netz ergibt, befreit ebenfalls aus dem Wasser. Die 153 Fische in Joh. 21,11 bilden in der Quersumme (1+5+3) auch die 9.

Die Fischmahlzeit spielt im Neuen Testament eine wichtige Rolle. Dazu muss der Fisch aus dem Wasser geholt werden. So muss auch das Wort aus dem zeitlichen Verständnis befreit werden. Der verborgene Wert des hebräischen Wortes für Fisch, dag, ist die 500. Das Essen des Fisches bedeutet auch ein Einswerden mit der 500, der Zahl für die es kein irdisch erscheinendes Zeichen mehr gibt, weshalb sie als Jenseitiges verstanden wird.  Essen, im Hebräischen achol, wird als “zur Eins bringen” gedeutet, was beim Verdauen ja tatsächlich geschieht. Lesen wir die Bibel nur im zeitlichen Kontext im Sinne eines Vorher und Nachher, lassen wir also, in diesem Bild gesprochen, die Fische im Wasser. Davon wird niemand satt.
Das Fischen jedoch ist eine Kunst, die viel Geduld und Hingabe braucht und erst erlernt werden will. Der Auswurf der Angel oder des Netzes erfolgt trotz Erfahrung immer auf Ahnung und Hoffnung hin. So ist jeder Fang eine Überraschung. In Joh. 21,6 gibt der auferstandene Jesus noch den Hinweis, das Netz auf der rechten Seite auszuwerfen. Im Alten Wissen ist die linke Seite mit Gesetz und Gerechtigkeit verbunden (din) und die rechte mit Gnade (chessed). Verwenden wir das Wort Gottes zu Streit und Rechthaberei bleibt das Netz leer. Suchen wir in der Bibel nach Gnade und Barmherzigkeit werden die Fischlein anbeißen bzw. ins Netz gehen – das Ewige des Wortes lässt sich unter diesen Voraussetzungen gerne fangen! Es wartet nur auf uns.