Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

Seite 2 von 28

Himmel und Erde – Ruhe und Bewegung bei uns selbst

Dritter Teil der Linzer Tagung vom 13. – 15.04.2018 mit dem Schwerpunkt „Himmel und Erde“, womit die Schöpfung beginnt. All das geschieht im Zeichen der Beth, des zweiten hebräischen Buchstabens. Himmel und Erde – die Ruhe gegenüber der Bewegung. Alles im Fluss der Zeit, weshalb es im NT mehrfach heißt, z.B. in Matth. 24,35:

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

Das griechische Wort für „vergehen“ (παρέρχομαι / parerchomai) meint das Vorübergehen bzw. das Verfließen. Unser Zeiterleben besteht aus Kommen und Gehen.

weiterlesen

Schöpfen, Brunnen – Der Name Gottes und die Gegenwart

Zweiter von sieben Vorträgen auf der Linzer Bibel-Tagung vom 13. – 15.04.2018. Beim Schöpfen zielt nach dem Durchleben der „2“ alles auf die „1“. So wird es im hebräischen Wort „bara“, 2-200-1, bereits deutlich sichtbar. Schöpfen ist Zwei-Machung. Aus dem Brunnen wird etwas herausgeholt, wird von der Quelle getrennt. „Bara“ hat als Gesamtwert die 203, ebenso wie „ger“, 3-200, der Fremdling. Denn fremd fühlen wir uns, wenn wir hier auf der Erde ankommen.

weiterlesen

„Du bist die ganze Welt“ – Der Mensch und die Schöpfung

Erster von sieben Vorträgen auf der Linzer Bibel-Tagung vom 13. – 15.04.2018. Beim „Alten Wissen“ geht es nicht um ein abstraktes Wissen per se, sondern stets um die persönliche Beziehung zum Wort. Immer wieder wird gesagt „Du bist die ganze Welt“. Jeder Mensch ist so wichtig wie die ganze Menschheit. Diesen Wert haben wir alle.

weiterlesen

Höher als der Himmel

Unser Tun offenbart wes Geistes Kinder wir sind. Die Königswürde Jesu zeigt sich in dieser Welt gemäß Matth. 25,31 ff verkleidet als Hungriger, Durstiger, Fremder, Nackter, Kranker und Gefangener ( 6 ägyptische Parameter ). Unsere Natur empfindet bei der Begegnung mit derlei Personen bzw. Eigenschaften Unbehagen und manchmal sogar eine gewisse Scheu; man könnte auch sagen Skepsis. Das Wort Skepsis stammt aus dem Griechischen, wo es in Verbindung mit dem Adverb epi zum Begriff besuchen wird (episkeptomai). So wird es auch in Matth. 25 (oben) in Verbindung mit dem Besuch von Kranken und Gefangenen gebraucht. Wörtlich kann man dieses Wort auch mit hinschauen und darauf sehen übersetzen. Der episkopos ist der Aufseher, der für etwas verantwortlich ist. Auch er gehört dieser Sprachfamilie an. Wofür sind wir verantwortlich? Das alte Wissen sagt: Für deine Neschamah, deine göttliche Seele bist du verantwortlich. Und nur für sie. Das meint: Die Neschamah in uns ist im Exil. Sie leidet wie oben beschrieben. Wir begegnen ihr im „Nicht-Mehr-Wegsehen“ von den Menschen und den Zuständen, die damit verbunden sind. Begegnung hier ist Begegnung dort, heißt es. Schauen wir hin, nicht weg! So sagt Jesus schließlich (Matth. 25,40):

weiterlesen

Die Inflation des Wortes

Man kennt gegenwärtig die sogenannte Inflation des Wortes. Früher war es äußerst schwierig, bestimmte Dinge aufzuschreiben. Man verfügte kaum über geeignetes Schreibmaterial, ganz zu schweigen davon, dass kaum jemand schreiben oder lesen konnte. Dadurch war das, was aufgeschrieben wurde, von viel höherer Bedeutung. Dinge die selten sind behandelt man mit Achtung und Würde. Für jemand, der durch die Wüste reist, ist Wasser wertvoller als Gold. Wir brauchen nicht über Dinge nachzudenken, die uns leicht kommen. Deshalb ist das heute von uns Gelesene und Geschriebene oft ohne weitere Bedeutung für uns. Wir merken schon gar nicht mehr, was wir lesen, weil wir zu viel lesen; schmecken das Wort nicht mehr, haben kein Bedürfnis mehr zu überprüfen.

weiterlesen

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén