Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

Schlagwort: Auge um Auge

Innenwelt-Verschmutzung

Friedrich Weinreb in Traumleben II

Ein Weltbild, das auf Lohn und Strafe baut, bringt für den, der daran glaubt, dasselbe Risiko mit sich wie die Investition in ein Handelsgeschäft: Es kann trotz aller Planung schlecht ausgehen. Man investiert, gleichzeitig aber fürchtet man, falsch investiert zu haben. Immer droht das schreckliche Wort: Fehlinvestition! Den im Kausalen Gefangenen quält die Frage: >Warum hat man uns nicht ein Buch gegeben, worin genau steht, was man tun soll?< Immer sucht er sozusagen dieses Gesetzbuch. Die Bibel erweist sich als untauglich; »Auge um Auge« — »wer den Sabbat entweiht, wird getötet«: Wie soll man das in die Praxis umsetzen? Wo fängt das Entweihen an?

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Die Thora als akausale Wirklichkeit

Friedrich Weinreb in Begegnungen mit Engeln und Menschen

Mir wurde immer deutlicher, dass alles, was in unserer Gegenwart spielt, also in der zeiträumlichen Wirklichkeit, Entsprechung sein muss von dem, was in der eben nicht zeiträumlichen Wirklichkeit anwesend ist. Diese beiden Wirklichkeiten sind eine Einheit. Hier, ich nannte es »unten«, spielt alles sich ab in Bewegung, im Tun, dort, und das nannte ich dann »oben«, ist alles in Ruhe, in Harmonie. Dort ist der Garten Eden, hier heißt es nun Exil. Und der Mensch lebt gar nicht im Exil, wenn er eben diese andere Wirklichkeit in seinem Leben, in seinem Dasein erkennt. Erst dann ist er ein ganzer Mensch.

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