Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

Schlagwort: Exil

Der Seele Ruf in uns

Wozu diese Welt? Im Hebräischen steckt das Wort Vogelkäfig, pach, 80-8, im Begriff Angst / Furcht, pachad, 80-8-4. Unsere Seele ist der Vogel, der in und mit diesem Leben in Gefangenschaft gerät. Auch die Bibel berichtet vom Vogelkäfig und vom Vogelsteller (Vogelfänger), bleibt aber hierbei nicht stehen. Nichts geschieht ohne Sinn, es sei denn wir trennen unser Leben vom Ursprung ab und suchen durch Ablenkung die eigene Beziehungslosigkeit zu verdrängen. Die alten Texte berichten von einem Weg, der es in sich hat, alles andere als leicht ist, aber das größte Ziel vor Augen stellt: Die Heimkehr!

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Sicherheit auf Kosten der Kinder

Friedrich Weinreb in Das Opfer in der Bibel

Hier auf der Erde vollzieht sich das Äußerste dieser Zweiheit, das Äußerste des Schreckens. Schlimmer als auf dieser Erde, heißt es, geht es nicht. So weit, wie man hier von allem getrennt ist, ist man nirgends sonst getrennt. Aber das Entsetzen, das man erlebt, weil man sieht, wie dieses äußerst Mögliche aussieht, hat seinen guten Sinn. Der Sinn des Ganzen ist die Rückkehr aus diesem Äußersten. Man soll dabei den Schrecken des Alleräußersten mit sich nehmen, wodurch alles in äußerste Freude und Glückseligkeit umschlägt. Deshalb geht die Verbannung so weit wie nur möglich, deshalb werden von dieser Verbannung besonders viele Einzelheiten erzählt.

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Die Thora als akausale Wirklichkeit

Friedrich Weinreb in Begegnungen mit Engeln und Menschen

Mir wurde immer deutlicher, dass alles, was in unserer Gegenwart spielt, also in der zeiträumlichen Wirklichkeit, Entsprechung sein muss von dem, was in der eben nicht zeiträumlichen Wirklichkeit anwesend ist. Diese beiden Wirklichkeiten sind eine Einheit. Hier, ich nannte es »unten«, spielt alles sich ab in Bewegung, im Tun, dort, und das nannte ich dann »oben«, ist alles in Ruhe, in Harmonie. Dort ist der Garten Eden, hier heißt es nun Exil. Und der Mensch lebt gar nicht im Exil, wenn er eben diese andere Wirklichkeit in seinem Leben, in seinem Dasein erkennt. Erst dann ist er ein ganzer Mensch.

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