Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

Schlagwort: Paradies

Tiefste Verzweiflung am Ende der Nacht

Friedrich Weinreb in Traumleben IV

Die Bibel lässt Abend und Nacht vorangehen, weil vielleicht dort vieles Wesentliche geschieht. Die dunkle Nacht verbirgt den Sinn, lässt alles vage und ungewiss erscheinen. Vielleicht geht es in der Schöpfung nicht um klares Wissen, sondern um eine Beziehung des Menschen zum Unbekannten, eine Hingabe ohne die Sicherheit eines Erfolges, ein Hinnehmen ohne Erkenntnis eines Sinnes des Getragenen.

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Sehnsucht nach dem Paradies

Friedrich Weinreb in Das chassidische Narrenparadies

Der Mensch lebt in dieser Welt mit dem dauernden Empfinden eines Mangels, eines Unbehagens über alles Unvollkommene, eigentlich das Gefühl eines verlorenen Paradieses. Es ist ein Urgefühl, dass ihm im Grunde etwas fehle, und das ist auch die Ursache aller Unlust, aller Verkrampfung. So ist vielleicht auch der ganze Komplex der Zwangsvorstellungen und Zwangshandlungen aus dem Gefühl der verlorenen Geborgenheit zu erklären.

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