Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

Schlagwort: Trost

Trost

Das dt. Wort »Trost« stammt von Treue und die wird laut Duden in Beziehung gesetzt zu einem Vertrag bzw. Bündnis. Gottes Bund mit dem Menschen. Im Niederländischen heißt Vertrag Kontrakt (von lat. con-trahere). Eine Kontraktion ist eine Zusammenziehung. Ein herrliches Bild. Gott sucht meine Nähe, will sich mit mir zusammenziehen, ganz eng. Ich, wir alle, sind für ihn anziehend! Wenn man sich näherkommt, lernt man sich kennen. Nähe, Beziehung, Wärme, Vertrautheit lassen zur Ruhe kommen. Damit hängt Trost im Hebräischen zusammen (noach, nachem, menachem).

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Angst macht dumm

Friedrich Weinreb in Der Kreuzweg (aus der Sicht des Christus)

Traurig, wie dumm die Welt ist. Die Angst macht sie dumm. Ich will ihr Trost bringen, will ihnen sagen, dass diese ganze Welt wiederkommt. Wenn sie doch einsähen, dass sie mit diesem dummen Spiel aufhören müssen! Warum glauben sie dem Vater im Himmel eigentlich nicht? Glauben sie, er sei ein Versager, ein böser, launenhafter Götze? Warum glauben sie nicht, dass er in seiner Liebe und Allmacht alles viel schöner machen kann, als sie sich in ihren gewagtesten Träumen vorstellen können?

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Vom Geheimnis des Trostes

Friedrich Weinreb in Gedanken über Tod und Leben

Dort, im Zror ha-Chajim, im Bündel des Lebens, erlebt die Nephesch alles frei, gelöst, nicht erstarrt, nicht im Zwang, nicht im Druck. Der Gestorbene sieht also alles wieder, erkennt es, ist gelöst, befreit von Angst und Druck, frei von Unsicherheit. Man nennt dieses Sterben im Brauch der Sprache Petira, und das bedeutet einfach es los sein, befreit sein. Befreit aus dem gefangen haltenden Käfig, wie dieser als Bild öfters benutzt wird. So erkennt man dort nicht nur die vorher verstorbenen Freunde, Ahnen, Bekannten, also seine Völker und seine Väter, doch genauso alle, welche jetzt noch leben, und welche man zurückgelassen hat.

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