Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

Schlagwort: Vollmacht

Wenn das Wort durch und durch geht

Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, (Apg. 2,37).

Hierbei geht es um die Rede des Petrus an Pfingsten. Für Durchdringen steht gr. katanysso (zusammengesetzt aus kata und nysso). Kata = herab, abwärts, nieder; nysso = stoßen, stechen. Das Nomen dazu ist der nyssa, der Prellstein, Wendestein, der bei Wagenrennen an einen Wendepunkt gesetzt wurde, um in die richtige Richtung zu leiten (notfalls durch Abprallen). Da dieser Wendepunkt mit »kata« weiter bestimmt wird, ist die Bedeutung quasi ein Pendant zum verlorenen Sohn, der auch genau dort seinen Wendepunkt findet, wo er »ganz unten« ist.

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Geteilte Zungen und Ausgießung des Geistes

»Und es erschienen ihnen geteilte Zungen (…)«, so lautet es in Apostelgeschichte Kap. 2, Vers 3. Im griechischen Original steht für »geteilt« diamerizo (διαμερίζω), das sowohl mit zerteilen als auch entzweien übersetzt werden kann. Die Zunge ist nun befähigt, die Vielseitigkeit der Sprache auszudrücken. Sie ist imstande, der Freiheit des Geistes zu folgen, der hin- und hergeht und sich nicht in Eindeutigkeit fangen lässt. Im Alten Wissen sind die Vokale, für die es im Hebräischen keine erscheinenden Zeichen gibt, dem Geist (ruach) zugeordnet. Vokale erst machen ein Wort hörbar. Nur in der Freiheit der Vokale bewahrt die Sprache ihre Vielfältigkeit. Man könnte auch sagen: Sie erhält dadurch erst ihre Farbe, die sie befähigt, feinste Nuancen zu artikulieren. 

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