Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

Schlagwort: Wald

Höher als der Himmel

Unser Tun offenbart wes Geistes Kinder wir sind. Die Königswürde Jesu zeigt sich in dieser Welt gemäß Matth. 25,31 ff verkleidet als Hungriger, Durstiger, Fremder, Nackter, Kranker und Gefangener ( 6 ägyptische Parameter ). Unsere Natur empfindet bei der Begegnung mit derlei Personen bzw. Eigenschaften Unbehagen und manchmal sogar eine gewisse Scheu; man könnte auch sagen Skepsis. Das Wort Skepsis stammt aus dem Griechischen, wo es in Verbindung mit dem Adverb epi zum Begriff besuchen wird (episkeptomai). So wird es auch in Matth. 25 (oben) in Verbindung mit dem Besuch von Kranken und Gefangenen gebraucht. Wörtlich kann man dieses Wort auch mit hinschauen und darauf sehen übersetzen. Der episkopos ist der Aufseher, der für etwas verantwortlich ist. Auch er gehört dieser Sprachfamilie an. Wofür sind wir verantwortlich? Das alte Wissen sagt: Für deine Neschamah, deine göttliche Seele bist du verantwortlich. Und nur für sie. Das meint: Die Neschamah in uns ist im Exil. Sie leidet wie oben beschrieben. Wir begegnen ihr im “Nicht-Mehr-Wegsehen” von den Menschen und den Zuständen, die damit verbunden sind. Begegnung hier ist Begegnung dort, heißt es. Schauen wir hin, nicht weg! So sagt Jesus schließlich (Matth. 25,40):

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Wald

bezeichnet ursprünglich das nicht bebaute, sich selbst überlassene Land. Daher auch die Verwandtschaft zu wild. Das Wilde ist das von Menschen Unbeeinflusste. Unsere heutigen Wälder werden von Menschen bewirtschaftet und kontrolliert, die nicht Waldmeister, sondern Förster genannt werden. Wer könnte schon Meister des Wilden sein? So kommen wir zu einem weiteren Begriff, der für Wald verwendet wird: Forst, engl. forest, franz. forêt. Alle Wörter stammen vom mittellateinischen forestis, welches »das, was außerhalb liegt« bedeutet. Dies wiederum gehört laut Duden zu lateinisch foris, foras »außerhalb«.

Forschen wir etwas weiter, so werden die Zusammenhänge noch offensichtlicher.

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