Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

Wenn die Seele streikt

im Deutschen ist die Seele etym. die zum See Gehörende. Eine eigenartige Beschreibung dessen, was mit unserem Inneren zusammenhängt. Im Port. heißt die Seele alma und wird als der Teil der Psyche verstanden, der mit dem Unbewussten in Beziehung steht. Psyche wiederum ist griechisch und bedeutet in dieser Sprache sowohl Seele als auch Schmetterling. Ein Tier, das eine Metamorphose durchläuft und sich am Ende völlig anders zeigt als es zu Beginn im Stadium der Raupe erahnen lässt. In der Ursprache Hebräisch ist der Schmetterling der pharphar, der nur 1x in der Bibel vorkommt, in den Übersetzungen aber nur als Eigennamen für einen Fluss verwendet wird (2. Könige 5,12).
Auch im alten Wissen ist die Seele im Wort nicht eindeutig bestimmbar.

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Der Aussatz in der Bibel

zora’ath ist der in der Bibel gebrauchte hebräische Sammelbegriff für etwas Krankhaftes, das sich am oder im Menschen äußert. Die moderne wissenschaftliche Deutung Lepra führt gänzlich vom Sinn des Wortes weg. In Zahlen schreibt sich zora’ath, 90-200-70-400, also zade-resch-ajin-taw. Die alte Deutung lautet:

Das Wort zoraath besteht aus zur, 90-200, Form und eth, 70-400, Zeit und bedeutet: Form, Leiden in der Zeit, das Leiden der Form ist die Begrenztheit ihres Sinns durch die Zeit; zoraath bedeutet aber auch, die Gefangenschaft der Erfahrung der Zeit in der Welt der Formen, im Leid der Form. Zoraath hat also mit dem Erscheinen des Menschen hier zu tun.
Das Wort Aussatz, aussätzig bedeutet, dass im Leben des Menschen sich zeigt, dass er eben nicht weiß von einer Vorbestimmung, dass alles schon zum Heil, zum Glück, zum Guten dient und er weiß auch nicht, dass das Ziel der Welt auch zu einer Erlösung führt, also eine Rückkehr zum Ursprung, zum Hause des Vaters, zur kommenden Welt also. Und wenn er das nicht weiß, dann ist seine Erscheinung schon an sich krank, aussätzig.

Weinreb, 71Z1 Das Matthäusevangelium

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Jakob, der erste Kranke in der Bibel

Jakob ist ein Zwilling. Sein Name kommt von der Ferse, ekew, im Hebräischen. Der Mensch steht und läuft auf zwei Fersen, doch nur beim Gehen entsteht das Wechseln der Seiten: links, rechts, links, rechts … So wird Jakob als der Mensch gesehen, der von der Notwendigkeit beider Seiten weiß. So hat er auch zwei Frauen (Rachel und Leah) und zwei Namen (Jakob und Israel). Stets steht er in der Auseinandersetzung zwischen Zweien. Nach dem biblischen Bericht geht es in seinem Leben drunter und drüber. Bereits im Mutterleib rumort es zwischen ihm und seinem Bruder Esau, der eigentlich Esaw heißt.

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Auf Herz und Nieren prüfen

Beide Organe haben mit Blut und Wasser zu tun, und wenn es in der Bibel mehrfach lautet, dass Gott auf Herz und Nieren prüft, dann stellt sich zunächst einmal die Frage nach diesen Organen und deren Funktion. Das Herz „bedient“ einen kleinen Kreislauf, der mit dem Gasaustausch und der Außenwelt zu tun hat und einen großen Kreislauf, der sämtliche Zellen des Körpers mit Ausnahme der Hautanhangsgebilde (Haare und Nägel) versorgt. Das Herz hat mit allem und mit allen Verbindung.

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Aus deinem Eins-Sein entsteht deine Welt

Wenn wir an Abraham denken, entsteht schnell das Bild eines alten Mannes, von dem wir nicht so recht wissen, was dieser mit unserem Leben zu tun haben könnte. Setzen wir die Bibel hier und heute mit uns in Beziehung (wem gelingt das?), erkennen wir durch die Erzählung des Lebens Abrahams den Ursprung der Fähigkeit Vertrauen zu können. Vater des Glaubens wird er genannt. Vater ist zugleich Ursprung und Ursache. Der Vater des Glaubens hat selbst einen Vater namens Terach, der mit Glauben nichts am Hut hat. Er ist ein Götzendiener und Getreuer Nimrods. Abrahams Verwandtschaft hindert ihn wo es nur geht daran, sich selbst zu entfalten. So verlässt er seine Mischpoche. Die Bibel erwähnt hier zum ersten Mal einen Generationskonflikt.

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