Beide Organe haben mit Blut und Wasser zu tun, und wenn es in der Bibel mehrfach lautet, dass Gott auf Herz und Nieren prüft, dann stellt sich zunächst einmal die Frage nach diesen Organen und deren Funktion. Das Herz „bedient“ einen kleinen Kreislauf, der mit dem Gasaustausch und der Außenwelt zu tun hat und einen großen Kreislauf, der sämtliche Zellen des Körpers mit Ausnahme der Hautanhangsgebilde (Haare und Nägel) versorgt. Das Herz hat mit allem und mit allen Verbindung.

Werden bei dir alle Lebensbereiche mit dem Gleichnis Gottes (Blut) in Verbindung gebracht? Gibt es bei dir selbst eine Einheit oder klammerst du Bereiche deines Lebens aus? Wenn das der Fall ist, sterben die getrennten Zellen ab, nekrotisieren und vergiften den gesamten Organismus. Ein pathologischer Mechanismus, der nicht selten im Multiorganversagen endet. Man erkennt solche Menschen an verbissenen Ansichten und der Sucht andere zu verurteilen. Ein reines Herz hat mit Totem und Abgestorbenem nichts zu tun. Es schlägt für das Leben. Jeder Mensch hat sein eigenes Herz; mit jedem Schlag fragt es: Sind alle beisammen? Ist die Herde (alles was dich ausmacht) vollständig? In diesem Sinne drängt sich fast die dreiste Frage aus: Hast du sie noch alle? So gesehen ist die Frage eine höfliche Einladung zur (Selbst-) Iventur.

Die Nieren „gönnen“ sich 20% des Herzzeitvolumens (1-4 Prinzip!) und kümmern sich um den Wasser- und Säure-Basen-Haushalt. Sie entscheiden förmlich, was mit dem Wasser und den darin gelösten Substanzen in uns geschieht. Wie gehst du mit deiner Zeit um? Was ist dir wichtig, was scheidest du aus?

Prüfen heißt auf Hebräisch bachan, 2-8-50. Das Wort für umsonst, bechinam, 2-8-50-40, enthält den Begriff Prüfen. Besteht die Prüfung darin, ob wir umsonst, also ohne Berechnung handeln können?