Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

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Tagung in Stuttgart – Okt. 2019

So Gott will, findet vom 04. – 05. Oktober 2019 eine Tagung in Stuttgart statt, wo ich über das Thema „Kain und Abel“ aus den Quellen des alten Wissens sprechen darf. Weitere Infos erhalten Sie hier.

Luzifers Aufstand

Hören Sie hier den Artikel vorgelesen und erläutert.

oder: Ich weiß es besser!
Wenn man mit einer Zeit unzufrieden ist und diese ablehnt, dann verhält man sich eigentlich wie Luzifer bei seiner Rebellion. Denn auch dort war es ein Abstieg ins Äußerste, ins Unterste, und der eingebildete Luzifer war entsetzt darüber.
Der Aufstand des Teufels zeigt sich bei uns selbst durch ein Besserwissen betreffs der Dinge der Zeit. Wir vertrauen nicht darauf, dass die Schöpfung vollkommen ist und sind davon überzeugt, dass wir noch unseren Teil dazu beitragen müssen.
Und wenn man sieht, dass eine Zeit herabkommt, die besonders degenerativ ist und sich alles in einer bedrohlichen Weise entwickelt, die dem widerspricht, wovon man eigentlich annahm, dass es sein sollte, dann kritisiert man diese Zeit und will nicht glauben, dass gerade diese Zeit auch eine Erlösung bringen könnte.

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Je mehr Habe, desto mehr Sorgen

so lautet es in den Sprüchen der Väter (pirke awot) II, 7. Obwohl alle mehr oder weniger wissen, dass Salzwasser nicht geeignet ist Durst zu stillen, trinken viele von dem Wasser, das sie noch durstiger macht und endlich töten wird. Die Rede ist von der Sucht nach irdischem Wohlstand, die stets an Sorgen gekoppelt ist.
Die Sorgen tragen das Schwert der Verwüstung im Gepäck. Es ist eine Kraft, die ein glückliches Leben maximal wirksam verhindert. Im Portugiesischen nennt man die Sorge Vorbesetzung (preocupação). Sie blockiert mich, wenn ich ihr Raum gebe oder genauer: Sie verhindert, dass sich das Leben in mir entfalten kann.

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Wenn die Seele streikt

im Deutschen ist die Seele etym. die zum See Gehörende. Eine eigenartige Beschreibung dessen, was mit unserem Inneren zusammenhängt. Im Port. heißt die Seele alma und wird als der Teil der Psyche verstanden, der mit dem Unbewussten in Beziehung steht. Psyche wiederum ist griechisch und bedeutet in dieser Sprache sowohl Seele als auch Schmetterling. Ein Tier, das eine Metamorphose durchläuft und sich am Ende völlig anders zeigt als es zu Beginn im Stadium der Raupe erahnen lässt. In der Ursprache Hebräisch ist der Schmetterling der pharphar, der nur 1x in der Bibel vorkommt, in den Übersetzungen aber nur als Eigennamen für einen Fluss verwendet wird (2. Könige 5,12).
Auch im alten Wissen ist die Seele im Wort nicht eindeutig bestimmbar.

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Der Aussatz in der Bibel

zora’ath ist der in der Bibel gebrauchte hebräische Sammelbegriff für etwas Krankhaftes, das sich am oder im Menschen äußert. Die moderne wissenschaftliche Deutung Lepra führt gänzlich vom Sinn des Wortes weg. In Zahlen schreibt sich zora’ath, 90-200-70-400, also zade-resch-ajin-taw. Die alte Deutung lautet:

Das Wort zoraath besteht aus zur, 90-200, Form und eth, 70-400, Zeit und bedeutet: Form, Leiden in der Zeit, das Leiden der Form ist die Begrenztheit ihres Sinns durch die Zeit; zoraath bedeutet aber auch, die Gefangenschaft der Erfahrung der Zeit in der Welt der Formen, im Leid der Form. Zoraath hat also mit dem Erscheinen des Menschen hier zu tun.
Das Wort Aussatz, aussätzig bedeutet, dass im Leben des Menschen sich zeigt, dass er eben nicht weiß von einer Vorbestimmung, dass alles schon zum Heil, zum Glück, zum Guten dient und er weiß auch nicht, dass das Ziel der Welt auch zu einer Erlösung führt, also eine Rückkehr zum Ursprung, zum Hause des Vaters, zur kommenden Welt also. Und wenn er das nicht weiß, dann ist seine Erscheinung schon an sich krank, aussätzig.

Weinreb, 71Z1 Das Matthäusevangelium

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