Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

Autor: Dieter Seite 2 von 30

GESUND-SEIN fließt aus der Quelle des Ewigen

Im Hebräischen hängt Gesund-Sein direkt mit dem Wort für Quelle bzw. Brunnen zusammen. Gesund bezeichnet ursprünglich nicht nur in dieser Sprache einen Prozess des Separierens, also eines Geschöpft-Werdens aus einem großen Ganzen. Ein Individuum entsteht. Heute reduziert man das Gesund-Sein auf Körper und Psyche, doch der Mensch ist mehr als das.
Der Vortrag bildet zugleich den Auftakt der Bibeltage in Linz vom 3. bis zum 5. Mai 2019.

Von der Raupe zum Schmetterling

Früher hatte der Mensch noch Beziehung zur Welt um sich herum. Man kannte die Bedeutungen der Tiere, der Pflanzen, der Steine und darüber hinaus auch der Dinge des täglichen Lebens (Haus, Bett, Tisch, Stuhl etc.). Je weiter sich der Mensch von diesem „primitiven“ Wissen entfernte, desto unruhiger wurde er, weil er seine eigene Stellung innerhalb des Ganzen nicht mehr finden konnte. Wo man sich heutzutage wieder nach der Bedeutung der Welt fragt und sich dem was sie ausmacht widmet, kommt auch wieder eine Beziehung zu sich selbst zustande.
Ein Insekt, das uns Menschen exemplarisch vor Augen führt, wie unser eigener Weg verläuft oder zumindest verlaufen könnte, ist der Schmetterling, der nicht als solcher geboren wird, sondern verschiedene Phasen durchleben muss, bis er sich schließlich in die Welt des Geistes (Wind / bewegte Luft) erheben kann.

weiterlesen

Zachäus Vers 3b

Das Wesentliche bildet das Zentrum und wird von der Masse umgeben. Zachäus kann nicht hindurchdringen. Als Begründung wird gesagt, dass er von kleiner Gestalt sei. Warum gelingt es uns nicht, das Zentrum des Lebens zu erblicken? Die Last des Lebens enthält im Kern den Erlöser.
Das Paradox des Sprechens: Einerseits müssen wir sprechen, uns ausdrücken (nach außen drücken), andererseits geht der Weg hin zum Schweigen in den Bereich dessen, was sich nicht ausdrücken lässt, also nicht nach außen gebracht werden kann.

… er konnte nicht, denn er war klein von Gestalt

Der Mensch als Individuum – die Tiere als Staat

Im folgenden Text Friedrich Weinrebs, der in den Niederlanden als Kurztext in einer Sammlung unter der Überschrift „Es wird der Bibel Unrecht angetan“ schon vor Jahren als Kurs veröffentlicht wurde, wird die Besonderheit des ganzen Menschen als Individuum gegenüber den Tieren beschrieben, die nach ihrer Art geschaffen wurden. 

weiterlesen

Gleichnis vom Gastmahl (Lukas 14, 16-24)

In diesem Gleichnis spielt neben dem Gastmahl der Begriff „Einladung“ eine besondere Rolle. Alt-Hebräisch wird für einladen lediglich das Wort rufen verwendet, also kara, koph-resch-aleph, in Zahlen: 100-200-1. Auch der griechische Text in Lukas 14 entspricht dem, denn es steht dort antikaleo. Das ist aus anti (gegen, anstatt) und kaleo (rufen, nennen, heißen) zusammengesetzt, kommt so auch nur in diesem Gleichnis vor und wird sprachlich als Rückruf gedeutet. Im Dt. versteht man unter einer Einladung eine meist freundliche Aufforderung bzw. einen Ruf, zu kommen. Der Ruf kommt indirekt über den Knecht.

weiterlesen

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén