Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

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Wenn die Seele streikt

im Deutschen ist die Seele etym. die zum See Gehörende. Eine eigenartige Beschreibung dessen, was mit unserem Inneren zusammenhängt. Im Port. heißt die Seele alma und wird als der Teil der Psyche verstanden, der mit dem Unbewussten in Beziehung steht. Psyche wiederum ist griechisch und bedeutet in dieser Sprache sowohl Seele als auch Schmetterling. Ein Tier, das eine Metamorphose durchläuft und sich am Ende völlig anders zeigt als es zu Beginn im Stadium der Raupe erahnen lässt. In der Ursprache Hebräisch ist der Schmetterling der pharphar, der nur 1x in der Bibel vorkommt, in den Übersetzungen aber nur als Eigennamen für einen Fluss verwendet wird (2. Könige 5,12).
Auch im alten Wissen ist die Seele im Wort nicht eindeutig bestimmbar.

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Jakob, der erste Kranke in der Bibel

Jakob ist ein Zwilling. Sein Name kommt von der Ferse, ekew, im Hebräischen. Der Mensch steht und läuft auf zwei Fersen, doch nur beim Gehen entsteht das Wechseln der Seiten: links, rechts, links, rechts … So wird Jakob als der Mensch gesehen, der von der Notwendigkeit beider Seiten weiß. So hat er auch zwei Frauen (Rachel und Leah) und zwei Namen (Jakob und Israel). Stets steht er in der Auseinandersetzung zwischen Zweien. Nach dem biblischen Bericht geht es in seinem Leben drunter und drüber. Bereits im Mutterleib rumort es zwischen ihm und seinem Bruder Esau, der eigentlich Esaw heißt.

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Auf Herz und Nieren prüfen

Beide Organe haben mit Blut und Wasser zu tun, und wenn es in der Bibel mehrfach lautet, dass Gott auf Herz und Nieren prüft, dann stellt sich zunächst einmal die Frage nach diesen Organen und deren Funktion. Das Herz „bedient“ einen kleinen Kreislauf, der mit dem Gasaustausch und der Außenwelt zu tun hat und einen großen Kreislauf, der sämtliche Zellen des Körpers mit Ausnahme der Hautanhangsgebilde (Haare und Nägel) versorgt. Das Herz hat mit allem und mit allen Verbindung.

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Aus deinem Eins-Sein entsteht deine Welt

Wenn wir an Abraham denken, entsteht schnell das Bild eines alten Mannes, von dem wir nicht so recht wissen, was dieser mit unserem Leben zu tun haben könnte. Setzen wir die Bibel hier und heute mit uns in Beziehung (wem gelingt das?), erkennen wir durch die Erzählung des Lebens Abrahams den Ursprung der Fähigkeit Vertrauen zu können. Vater des Glaubens wird er genannt. Vater ist zugleich Ursprung und Ursache. Der Vater des Glaubens hat selbst einen Vater namens Terach, der mit Glauben nichts am Hut hat. Er ist ein Götzendiener und Getreuer Nimrods. Abrahams Verwandtschaft hindert ihn wo es nur geht daran, sich selbst zu entfalten. So verlässt er seine Mischpoche. Die Bibel erwähnt hier zum ersten Mal einen Generationskonflikt.

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GESUND-SEIN fließt aus der Quelle des Ewigen

Im Hebräischen hängt Gesund-Sein direkt mit dem Wort für Quelle bzw. Brunnen zusammen. Gesund bezeichnet ursprünglich nicht nur in dieser Sprache einen Prozess des Separierens, also eines Geschöpft-Werdens aus einem großen Ganzen. Ein Individuum entsteht. Heute reduziert man das Gesund-Sein auf Körper und Psyche, doch der Mensch ist mehr als das.
Der Vortrag bildet zugleich den Auftakt der Bibeltage in Linz vom 3. bis zum 5. Mai 2019.

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