Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

Kategorie: Geschichten

Die gute Nachricht

Der Überbringer guter Nachrichten

Geschichte vom Überbringen guter Nachrichten
Erzählt von Friedrich Weinreb im Buch „Legende von den beiden Bäumen“ (ab Seite 278 / weicht leicht vom Original ab)

Die Geschichte zum Hören

Es war einmal ein Mann, dem es ungeheuere Freude bereitete, anderen Leuten, vor allem solchen, welche in Not und Verzweiflung lebten, Nachrichten zu bringen, welche ihnen neuen Lebensmut schenken konnten. Es war ihm sein nächstes Anliegen. Er begab sich jeden Morgen früh schon auf die Straße, Ausschau zu halten nach Leuten in Schwierigkeiten. Es tat ihm selber gut, in den betrübten Gesichtern das Aufleuchten der Hoffnung und der Freude gewahr zu werden. Er fragte sich sogar, inwiefern er das alles zu seiner Freude machte, da ihm das alles so guttat, und ob die Anderen ihm tatsächlich so nahe standen, dass er es an erster Stelle ihretwegen tat.

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Die zwei Brüder

Die Geschichte zum Hören

Eine alte Erzählung
von FRIEDRICH WEINREB

Es geschah einmal vor langen Zeiten etwas sehr Gutes. Und da das Gute bleibt, kann man sagen: Es geschieht noch heute und es wird weiterhin so sein. Und es geschah in einem fernen Land. Aber, da es etwas sehr Gutes war, und das Gute überall sein kann, heißt es auch: Es geschieht hier und jetzt, es ist ganz nahe.
Nun, die Geschichte erzählt von zwei Brüdern. Man sagt, der eine hieß Anton Leba, der andere aber Karl Nijak. Sie fanden sich, als Anton seine Schafe auf saftige Weiden führte. Er sah, wie die Schafe sich am Gras erfreuten, denn sie hatten nur Augen für ihr Weiden. So bemerkten sie den Mann nicht, der das Gras abmähte und der sich den Schafen immer mehr näherte. Sie vertrauten auf ihren treuen Hirten. Der aber hatte den Mann schon gesehen und meinte, die Wiese dort gehöre dem fremden Nachbarn.

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