Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

Kategorie: Hebräisch Seite 1 von 6

Die Biene und das Wort – Teil 1

Im Alt-Hebräischen gibt es eine auffällige Verbindung zwischen der Biene, d’worah, 42-(6)-200-5 (daher auch der Frauenname Deborah) und dem Begriff Wort, der zugleich auch reden bedeutet, dawar, 4-2-200. Was kann uns ein Insekt über das Wort sagen? Es ist ja nun nicht irgendein Insekt, sondern vielleicht sogar das wichtigste für den Menschen, hängt doch die Bestäubung der Blüten entscheidend von diesem ab und nicht zuletzt liefert es eine süße Speise, die nahezu unverderblich ist, den Honig.

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Je mehr Habe, desto mehr Sorgen

so lautet es in den Sprüchen der Väter (pirke awot) II, 7. Obwohl alle mehr oder weniger wissen, dass Salzwasser nicht geeignet ist Durst zu stillen, trinken viele von dem Wasser, das sie noch durstiger macht und endlich töten wird. Die Rede ist von der Sucht nach irdischem Wohlstand, die stets an Sorgen gekoppelt ist.
Die Sorgen tragen das Schwert der Verwüstung im Gepäck. Es ist eine Kraft, die ein glückliches Leben maximal wirksam verhindert. Im Portugiesischen nennt man die Sorge Vorbesetzung (preocupação). Sie blockiert mich, wenn ich ihr Raum gebe oder genauer: Sie verhindert, dass sich das Leben in mir entfalten kann.

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Der Aussatz in der Bibel

zora’ath ist der in der Bibel gebrauchte hebräische Sammelbegriff für etwas Krankhaftes, das sich am oder im Menschen äußert. Die moderne wissenschaftliche Deutung Lepra führt gänzlich vom Sinn des Wortes weg. In Zahlen schreibt sich zora’ath, 90-200-70-400, also zade-resch-ajin-taw. Die alte Deutung lautet:

Das Wort zoraath besteht aus zur, 90-200, Form und eth, 70-400, Zeit und bedeutet: Form, Leiden in der Zeit, das Leiden der Form ist die Begrenztheit ihres Sinns durch die Zeit; zoraath bedeutet aber auch, die Gefangenschaft der Erfahrung der Zeit in der Welt der Formen, im Leid der Form. Zoraath hat also mit dem Erscheinen des Menschen hier zu tun.
Das Wort Aussatz, aussätzig bedeutet, dass im Leben des Menschen sich zeigt, dass er eben nicht weiß von einer Vorbestimmung, dass alles schon zum Heil, zum Glück, zum Guten dient und er weiß auch nicht, dass das Ziel der Welt auch zu einer Erlösung führt, also eine Rückkehr zum Ursprung, zum Hause des Vaters, zur kommenden Welt also. Und wenn er das nicht weiß, dann ist seine Erscheinung schon an sich krank, aussätzig.

Weinreb, 71Z1 Das Matthäusevangelium

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Jakob, der erste Kranke in der Bibel

Jakob ist ein Zwilling. Sein Name kommt von der Ferse, ekew, im Hebräischen. Der Mensch steht und läuft auf zwei Fersen, doch nur beim Gehen entsteht das Wechseln der Seiten: links, rechts, links, rechts … So wird Jakob als der Mensch gesehen, der von der Notwendigkeit beider Seiten weiß. So hat er auch zwei Frauen (Rachel und Leah) und zwei Namen (Jakob und Israel). Stets steht er in der Auseinandersetzung zwischen Zweien. Nach dem biblischen Bericht geht es in seinem Leben drunter und drüber. Bereits im Mutterleib rumort es zwischen ihm und seinem Bruder Esau, der eigentlich Esaw heißt.

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Auf Herz und Nieren prüfen

Beide Organe haben mit Blut und Wasser zu tun, und wenn es in der Bibel mehrfach lautet, dass Gott auf Herz und Nieren prüft, dann stellt sich zunächst einmal die Frage nach diesen Organen und deren Funktion. Das Herz „bedient“ einen kleinen Kreislauf, der mit dem Gasaustausch und der Außenwelt zu tun hat und einen großen Kreislauf, der sämtliche Zellen des Körpers mit Ausnahme der Hautanhangsgebilde (Haare und Nägel) versorgt. Das Herz hat mit allem und mit allen Verbindung.

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