A E K N R

Rache

Hebräisch: נקם

Aussprache: nakam

Zahlenschreibweise: 50+100+40

Äußerer Wert: 190
Athbasch: 23

Etymologie:
wiederherstellen der Gerechtigkeit, aufrichten, Auftrieb verleihen

Beschreibung:
NAKAM hängt mit dem Wort KUM, 100+6+40, zusammen, das aufrichten und wieder hinstellen, bedeutet. Im Hebräischen hat Rache nichts mit dem Freilassen von Aggression und Vergeltung zu tun, so wie wir es kennen. Das Prinzip der göttlichen Rache ist das Aufstellen des Gefallenen. Des Menschen Zorn ist durch sein Urteilen nach dem Augenblick begründet. Er übersieht nicht das Ganze, weiß kaum etwas von den größeren Zusammenhängen eines Geschehens und Erlebnisses. Darum soll der Mensch auch nicht urteilen. Sobald ein Mensch aus dem Liegen zum Stehen aufgerichtet wird, übersieht er die größeren Zusammenhänge und darin besteht das Gericht. Liegend, horizontal kommt niemand zu einer Einsicht.

Besonderheiten:
Das gr. exdikeo, das im NT für Rache verwendet wird, bedeutet »jemand zu seinem Recht verhelfen«. Erst im Laufe der Zeit wurde die Bedeutung umgekehrt und Rache bzw. Strafe daraus gemacht. Das Wort ist aus »ek« (= aus, von etwas weg) und »dike« (= Recht, Gewohnheit, Brauch) zusammengesetzt. “Aus der Gewohnheit herausholen” wäre eine wörtliche Übersetzung. “Mein Weg ist anders, ist mit eurem Vorgehen nicht vergleichbar“, wird mit Gottes Rache im Griechischen gesagt.

In Römer 12,9 wird 5. Mose 32,35 interpretiert zitiert:
»Rächet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben: »Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der HERR.«