Gott bewahrt den Bund dennoch

Das hebräische Wort berith, 2-200-10-400, Bund, wird insbesondere für den Bund zwischen Gott und dem Menschen verwendet. Er besteht darin, dass der Mensch im äußeren Kreis sich mit Gott im Inneren, im Zentrum verbindet und dadurch bestehen bleibt. Dieser Bund ist die Grundlage für den Menschen, ohne welchen er beziehungslos in der Außenwelt herumirren würde. Gott ist diesem Bund zeitlos treu und selbst wenn die Menschheit nichts mehr davon weiß, wird er diese Verbindung bestehen lassen und die Versorgung von innen heraus weiter gewährleisten. Deshalb sagt Gott auch, dass er sich sogar dann, wenn alles vergessen ist, an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob erinnern wird.

Wenn der Mensch sich auf den äußeren Kreis (zeit-räumliche Welt) begrenzt, kommt das Vergessen, das Sich-nicht-mehr-Erinnern-Können und so wird er in gewisser Weise passiv, während der Bund von Gott aus auf jeden Fall aufrechterhalten wird. Diese Grundlage für die Welt nennt man im Hebräischen rachamim, es ist die Barmherzigkeit, durch die die Welt weiterbesteht. Man weist darauf hin, dass im ersten Wort der Bibel, bereschith, 2-200-1-300-10-400, schon berith, der Bund enthalten ist, wenn man die beiden ersten und die beiden letzten Zeichen zusammenzieht. Die beiden übrig bleibenden Buchstaben aleph und schin bilden das Wort esch, 1-300, Feuer. Im ersten Wort der Bibel offenbart sich einerseits das Feuer im Zentrum (des Wortes) und andererseits zugleich der Bund mit dem Feuer.


Feuer steht im alten Wissen als das Ewige dem Zeitlichen, welches durch das Wasser dargestellt wird, gegenüber. Mit dem Wasser verbunden ist der Mond, dessen Zyklus 19 Jahre dauert. Multiplizieren wir die 301 des Feuers (esch, 1+300) mit den Jahren eines Mondzyklus (19) erhalten wir 5719. Diese Zahl als Jahreszahl im jüdischen Kalender gelesen, entspricht nach unserer Zeitrechnung dem Zeitraum 1958/59. Ab dann erfolgt ein Übergang in ein Zeitalter, in dem das Wasser ausgeschüttet wird (Wassermann). Charakteristisch für diese Zeit ist eine große Müdigkeit. Wir müssen wach bleiben und sollten uns nicht zu sehr an die Fortschritte, die in dieser Zeit kommen werden, gewöhnen. „Normal“ und „Akzeptanz“ werden auf eine neue Weise bewertet werden, die nicht mehr der Verbindung zum Ursprünglichen entspricht. Wohlstand ist nicht gleichbedeutend mit Glück. Wenn wir uns das Streben nach Wohlstand zum Ziel setzen, werden wir immer unglücklicher werden.

Kommen wir noch kurz zurück auf das Wort berith, 2-200-10-400 (Bund). Stellen wir das Wort um, können wir brithi, 2-200-400-10 bilden (wie in Jer. 34,18 gebraucht) und das bedeutet „mein Bund“. Im Hebräischen schreibt sich „Bund“ und „mein Bund“ mit den gleichen Zeichen und demgemäß haben beide Begriffe auch den gleichen Zahlenwert, die 612. Diese Zahl ist bezeichnenderweise die 500. zusammengesetzte Zahl*.
Das erste Wort der Bibel beschreibt keinen zeitlichen Anfang, sondern ein Prinzip, weshalb es besser mit „im Prinzip“ oder „in der Hauptsache“ übersetzt werden muss; doch viel wichtiger ist, dass sich dieses Prinzip nicht nur im Bund mit dem Feuer, dem Ewigen ausdrückt, sondern auch ganz persönlich „mein Bund mit dem Feuer (Ewigen)“ bedeutet, und damit wird diese Schöpfung zu einer ganz persönlichen Angelegenheit.


*Alle Zahlen, die Produkte von multiplizierten Primzahlen sind. Zusammengesetzte Zahlen stehen genau wie Primzahlen in einem direkten Bezug zur Bibel.

(Inhalt unter Einbeziehung verschiedener Texte Friedrich Weinrebs)