Manchmal braucht es keine Berufung

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Denn wenn du unter diesen Umständen schweigst … (Esth. 4:14)

Wer in einem ausschlaggebenden Moment um eines vermeintlichen persönlichen Vorteils willen schweigt, obwohl er für viele die entscheidende Hilfe sein könnte, wird auch später schweigen. Das heißt: Nichts mehr zu sagen haben und seine Bitten wird auch niemand mehr hören.

Drei Verse vorher sagt Esther: Aber ich bin doch nicht berufen!

Mordechai klärt sie auf. Es geht doch nicht darum, ob du berufen bist, es geht um den Ort, an dem du bist. Wenn du in eine Situation kommst, in der dein Handeln entscheidend wird, dann warte nicht auf ein Zeichen, sondern handle!
Und Esther handelt. Durch ihr mutiges Eingreifen, so heißt es, wird ihrer vorigen Bedenken und Zweifel nicht mehr gedacht.

(Nach Midrasch Esther Rabbah 8:6 über Esther 4:14 und Tanna Debei Eliyahu Rabbah 1:2)