Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

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Jakob, der erste Kranke in der Bibel

Jakob ist ein Zwilling. Sein Name kommt von der Ferse, ekew, im Hebräischen. Der Mensch steht und läuft auf zwei Fersen, doch nur beim Gehen entsteht das Wechseln der Seiten: links, rechts, links, rechts … So wird Jakob als der Mensch gesehen, der von der Notwendigkeit beider Seiten weiß. So hat er auch zwei Frauen (Rachel und Leah) und zwei Namen (Jakob und Israel). Stets steht er in der Auseinandersetzung zwischen Zweien. Nach dem biblischen Bericht geht es in seinem Leben drunter und drüber. Bereits im Mutterleib rumort es zwischen ihm und seinem Bruder Esau, der eigentlich Esaw heißt.

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Auf Herz und Nieren prüfen

Beide Organe haben mit Blut und Wasser zu tun, und wenn es in der Bibel mehrfach lautet, dass Gott auf Herz und Nieren prüft, dann stellt sich zunächst einmal die Frage nach diesen Organen und deren Funktion. Das Herz „bedient“ einen kleinen Kreislauf, der mit dem Gasaustausch und der Außenwelt zu tun hat und einen großen Kreislauf, der sämtliche Zellen des Körpers mit Ausnahme der Hautanhangsgebilde (Haare und Nägel) versorgt. Das Herz hat mit allem und mit allen Verbindung.

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Aus deinem Eins-Sein entsteht deine Welt

Wenn wir an Abraham denken, entsteht schnell das Bild eines alten Mannes, von dem wir nicht so recht wissen, was dieser mit unserem Leben zu tun haben könnte. Setzen wir die Bibel hier und heute mit uns in Beziehung (wem gelingt das?), erkennen wir durch die Erzählung des Lebens Abrahams den Ursprung der Fähigkeit Vertrauen zu können. Vater des Glaubens wird er genannt. Vater ist zugleich Ursprung und Ursache. Der Vater des Glaubens hat selbst einen Vater namens Terach, der mit Glauben nichts am Hut hat. Er ist ein Götzendiener und Getreuer Nimrods. Abrahams Verwandtschaft hindert ihn wo es nur geht daran, sich selbst zu entfalten. So verlässt er seine Mischpoche. Die Bibel erwähnt hier zum ersten Mal einen Generationskonflikt.

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GESUND-SEIN fließt aus der Quelle des Ewigen

Im Hebräischen hängt Gesund-Sein direkt mit dem Wort für Quelle bzw. Brunnen zusammen. Gesund bezeichnet ursprünglich nicht nur in dieser Sprache einen Prozess des Separierens, also eines Geschöpft-Werdens aus einem großen Ganzen. Ein Individuum entsteht. Heute reduziert man das Gesund-Sein auf Körper und Psyche, doch der Mensch ist mehr als das.
Der Vortrag bildet zugleich den Auftakt der Bibeltage in Linz vom 3. bis zum 5. Mai 2019.

Von der Raupe zum Schmetterling

Früher hatte der Mensch noch Beziehung zur Welt um sich herum. Man kannte die Bedeutungen der Tiere, der Pflanzen, der Steine und darüber hinaus auch der Dinge des täglichen Lebens (Haus, Bett, Tisch, Stuhl etc.). Je weiter sich der Mensch von diesem „primitiven“ Wissen entfernte, desto unruhiger wurde er, weil er seine eigene Stellung innerhalb des Ganzen nicht mehr finden konnte. Wo man sich heutzutage wieder nach der Bedeutung der Welt fragt und sich dem was sie ausmacht widmet, kommt auch wieder eine Beziehung zu sich selbst zustande.
Ein Insekt, das uns Menschen exemplarisch vor Augen führt, wie unser eigener Weg verläuft oder zumindest verlaufen könnte, ist der Schmetterling, der nicht als solcher geboren wird, sondern verschiedene Phasen durchleben muss, bis er sich schließlich in die Welt des Geistes (Wind / bewegte Luft) erheben kann.

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