Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

Seite 2 von 29

Der barmherzige Samariter Teil 2 / 2

Fünfter von sieben Teilen der Linzer Tagung von 2018. Besprochen werden u.a. familiäre Gewalt, Selbstwert und -entwertung, die innere Stabilität (Knochen und Selbst sind im Hebräischen identisch), unsere Überreaktionen in bestimmten Situationen zeigen unsere nicht geheilten Wunden. Die Wunde als Durchbruch von innen nach außen.

 

Grün im Jetzt

Friedrich Weinreb in Welt der Kräuter

Wenn ich im Jetzt Angst vor der Zukunft habe und davor fliehe oder ein Schuldgefühl aus Vergangenem habe, oder ein Rachegelüst, weil mir Unrecht geschehen ist, dann bin ich nicht im Frieden mit der Vergangenheit und fliehe vor ihr. Ich verdränge sie sozusagen. Dann bin ich nicht grün. Bei mir ist entweder dies oder jenes, aber „grün“ jedenfalls nicht.  Grün bedeutet Freude über das Offenbarwerden, wie das Vergangene (gelb) und das Kommende (blau) sich im Jetzt (grün) begegnen.

weiterlesen

Der barmherzige Samariter Teil 1 / 2

Im vierten der sieben Teile der Linzer Tagung von 2018 geht es um die Erzählung in Lukas 10, wo ein „Nomikos“ (Mann des Gesetzes) Jesus die Frage nach der Nächstenliebe stellt. Ich möchte an dieser Stelle noch ein paar Hinweise geben, die ich auf der Tagung nicht erzählt habe. Die erzählte Geschichte vom barmherzigen Samariter wird oft als Fundament für die christliche Nächstenliebe gesehen und verstanden, sodass sogar eine Hilfsorganisation den Samariter in ihrem Namen trägt (Arbeiter-Samariter-Bund). So ehrenwert das Handeln des Samariters auch ist – und daran zweifelt sicher niemand – so unverständlich ist die Reaktion des Priesters und des Leviten, die nach dem übersetzten Bibeltext sogar die Straßenseite wechseln. Das nur in dieser Erzählung vorkommende gr. Wort für die „gegenüberliegende Seite“ (ἀντιπαρέρχομαι (antiparerchomai)) bedeutet eigentlich noch etwas anderes, doch verändert es die wesentliche Aussage nicht, dass weder Priester noch Levit helfen. Der Grund liegt in der Zuständigkeit.

weiterlesen

Himmel und Erde – Ruhe und Bewegung bei uns selbst

Dritter Teil der Linzer Tagung vom 13. – 15.04.2018 mit dem Schwerpunkt „Himmel und Erde“, womit die Schöpfung beginnt. All das geschieht im Zeichen der Beth, des zweiten hebräischen Buchstabens. Himmel und Erde – die Ruhe gegenüber der Bewegung. Alles im Fluss der Zeit, weshalb es im NT mehrfach heißt, z.B. in Matth. 24,35:

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

Das griechische Wort für „vergehen“ (παρέρχομαι / parerchomai) meint das Vorübergehen bzw. das Verfließen. Unser Zeiterleben besteht aus Kommen und Gehen.

weiterlesen

Schöpfen, Brunnen – Der Name Gottes und die Gegenwart

Zweiter von sieben Vorträgen auf der Linzer Bibel-Tagung vom 13. – 15.04.2018. Beim Schöpfen zielt nach dem Durchleben der „2“ alles auf die „1“. So wird es im hebräischen Wort „bara“, 2-200-1, bereits deutlich sichtbar. Schöpfen ist Zwei-Machung. Aus dem Brunnen wird etwas herausgeholt, wird von der Quelle getrennt. „Bara“ hat als Gesamtwert die 203, ebenso wie „ger“, 3-200, der Fremdling. Denn fremd fühlen wir uns, wenn wir hier auf der Erde ankommen.

weiterlesen

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén