Mystik

Das Wort Mystik stammt aus dem Griechischen (myein) und meint das Verschließen von Augen und Lippen. Die Augen verschließen in dem Sinne, dass der äußeren Wahrnehmung kein größerer Wert mehr zugemessen wird. Das ist in unserer Bildschirmgesellschaft schon eine Herausforderung. Aber auch abseits der Bildschirme sind wir geneigt, nur das für wahr zu halten, was uns unsere Augen bestätigen. Wahrheit ist so nicht zu finden. Das Verschließen der Lippen ist ein Zeichen für das Schweigen auf das die Welt gebaut ist. Die Entsprechung in der Bibel hierfür ist das Lamm. Weiter führt uns das griechische Wort zu myeo, übersetzt: einweihen, schulen und unterrichten. Rein von der Sprache her lässt sich leicht ableiten, dass die wahre Schulung innerlich stattfindet. → weiterlesen

Prophet

Die Bedeutung Weissagen und die Zukunft voraussagen wurde dem Begriff Prophetie erst in jüngerer Zeit aufgrund des kontextbezogenen Vorkommens in der Bibel auf vermeintlich zukünftige Ereignisse auferlegt. Ursprünglich hat es diese Bedeutung weder im Griechischen noch im Hebräischen. Unser Denken ist heutzutage so stark davon geprägt, alles in einer zeitlichen Abfolge wahrzunehmen, dass wir mit diesem Ansatz leider auch die Bibel lesen. Das Verhaftetsein des Menschen an die Gesetzmäßigkeit von Ursache und Wirkung macht es fast unmöglich, die Bibel als Wort aus dem Ewigen kommend, in der Zeit zu erleben. Prophetie bei uns selbst ist, der Grundbedeutung des Wortes nach, nichts anderes als das Wort Gottes als Wirklichkeit im eigenen Leben zu erfahren.

Das griechische Wort Prophetie wird sprachwissenschaftlich so erklärt:→ weiterlesen

Rache

Hebr. ist Rache n’kamah, 50-100-40-5, und stammt vom Wort kum, 100-6-40, das aufrichten, wieder hinstellen, bedeutet. Im Hebräischen hat Rache nichts mit dem Freilassen von Aggression und Vergeltung zu tun, so wie wir es kennen. Nein, was fällt wird wieder aufgerichtet. Des Menschen Zorn ist durch sein Urteilen nach dem Augenblick begründet. Er übersieht nicht das Ganze, weiß kaum etwas von den größeren Zusammenhängen eines Geschehens und Erlebnisses. Darum soll der Mensch auch nicht urteilen.→ weiterlesen

Rhetorik

Von Esau heißt es, er sei ein Jäger mit dem Mund, fange mit seiner Rede. Er spricht so, daß der Eindruck entsteht, alles könne gesagt und so ausgedrückt werden, daß es stimmt. Esau verkörpert eine Seite des Menschen, und der Mensch im Bild der Waage hat einmal die Neigung zu Esau, einmal zu Jakob, der der Erstgeborene genannt wird; die Stimme Jakobs (1. Mose 27, 22) kann im Wort nicht alles ausdrücken, bittet um die Melodie, bittet um Verstehen. Es geht um diese Melodie ohne Worte, sogar ohne Ton, um das, was unhörbar mitschwingt. Wenn man glaubt, mit Worten so überzeugen zu können, daß der andere damit eingefangen wird, ist man Esau, der Jäger mit dem Mund. Dann entsteht das Gefühl, Macht zu haben über das Wort.
(Friedrich Weinreb im Vortrag 76G39 >Sprache und Sprechen<)

 

Schwanger

auf Hebräisch harajon, 5-200-10-6-50 (271) Athbasch = 222

Das Wort maher, 40-5-200, schnell, eilen, hängt damit zusammen. Bei der biologischen Konzeption eilen die Samen, um sich mit dem Ei zu verbinden. Jeder von uns ist aus der schnellsten Samenzelle hervorgekommen!

Der Berg, har, 5-200, ist auch im Wort enthalten. So wird der Bauch der Schwangeren zum Berg, der die Frucht verbirgt. Der Athbasch-Wert (222) zeigt eine Verbindung zum Wort barech, segnen, 2-200-20 (222).→ weiterlesen