Lohn und Strafe

Unsere westliche Welt ist maßgeblich nach dem Prinzip des Belohnens und Bestrafens aufgebaut. Die ganze Gesellschaft funktioniert nach dieser Strategie. Ich gebe etwas, also erhalte ich im Gegenzug etwas dafür. Das beginnt schon mit der Erziehung der kleinen Kinder, die nur dann ihr Bonbon erhalten wenn sie »schön brav« waren. Sind sie weniger brav oder sogar »böse«, dann folgen Einschränkungen (kein Bonbon, Hausarrest, etc.). Leider können kleine Kinder (oft auch Erwachsene) nicht zwischen Kritik an einer Tat und der Person, bzw. sich selbst, trennen. Also ist die Wahrnehmung bei einer gerügten Tat nicht: »Das habe ich falsch gemacht«, sondern: »Ich bin falsch«. Menschen, die so aufwachsen (man bedenke: unser ganzes Schulsystem ist so aufgebaut!) werden beziehungsunfähig. Die einzige Beziehung, die bei ihnen funktioniert ist die Geschäftsbeziehung. Diese ist kalt, berechnend und hat nichts mit Liebe zu tun.→ weiterlesen

7

Die 7 steht für die Gegenwart. Der siebte Schöpfungstag wurde nicht mit der Formel »w‘jehi erew w’jehi boker« (wörtlich: und es ist Abend und es ist Morgen – Tag 1, 2, 3 usw.) beendet, weshalb unser Erleben in der Gegenwart immer mit diesem 7. Tag zu tun hat. Die 6 steht für die Vergangenheit und die 8 für die Zukunft im weitesten Sinne. Die ganze Bibel ist nach dieser Struktur aufgebaut. 6., 7., und 8. Tag werden immer als Einheit gesehen. Es sind die bekannten »3 Tage« denen wir immer wieder in der Bibel begegnen. Die Hälfte der 7 ist die 3½, die einen Zusammenhang mit dem Stofflichen hat.→ weiterlesen

2

Mit der 2 wird in der Überlieferung stets eine Manifestation festgestellt. Nur mit der 2 kann etwas sichtbar werden. Zweiheit, Dualität meint: es erscheint. In diesem Kontext stehen auch die zwei Zeugen, die immer wieder in der Bibel vorkommen. Das erste Wort der Bibel beginnt mit dem Zeichen Beth, ebenfalls die 2.→ weiterlesen

400

Die 400 ist der Zahlenwert des letzten Buchstabens des hebräischen Alphabetes, der Taw. Damit wird die Gefangenschaft des Menschen in Zeit und Raum ausgedrückt. Die biblische Entsprechung ist die Knechtschaft in Ägypten. Die Taw ist das 22. Zeichen und wurde früher als liegendes Kreuz gezeichnet. Das „Zeichen an der Stirn“ in Hesekiel 9 lautet im Original „Taw“, genauso wie das „Malzeichen des Tieres“ in der Offenbarung des Johannes in der hebräischen Ausgabe:→ weiterlesen

Grammatik

So wichtig die Grammatik zum Sprachverständnis ist, so erfasst sie doch nicht das Wesen bzw. das Leben derselben. Sie ist und bleibt auf das Äußere des Wortes begrenzt. Auf Hebräisch heißt Grammatik dikduk, und weil jeder Buchstabe einer Zahl entspricht (siehe Schriftzeichentabelle), kann man das Wort auch in Zahlen schreiben: 4-100-4-6-100. Summieren wir die einzelnen Zahlenwerte, erhalten wir 214. Bemerkenswert, dass auch das Wort Geist, hebräisch ruach, 200-6-8, den Wert 214 ergibt. Ruach ist nicht nur Geist, sondern genauso auch Wind, Richtung und Bewegung. Das Wort Geist hat immer mit der Verbindung von zwei Seiten zu tun. Beim ruach geht es um die Richtung. Man kann sagen, dass der »ruach tame« (unreine Geist) von Gott wegzieht und der ruach ha-kodesch (der Geist, der heilig ist) zu Gott hin. Nur, was bedeutet es, zu Gott hingezogen zu werden?→ weiterlesen