Athbasch Wert

Wer sich eingehender mit der Ursprache der Bibel und deren Zahlen befasst, wird irgendwann auf den Begriff athbasch stoßen. In Kürze würde ich die Bedeutung davon so beschreiben:

Das hebr. Alphabet wird als Spiegelung von 2 x 11 Zeichen gesehen. Das 1. Zeichen Aleph steht dem 22. Zeichen, der Thaw gegenüber. Das 2. Zeichen, die Beth dem 21., der Schin usw. Die ersten vier korrespondierenden Zeichen sind die Namensgeber für dieses Prinzip (a-th b-sch = athbasch), durch welches ein Wort seine »andere Seite« offenbart. Die sich aus dieser überlieferten Kenntnis bildenden Zusammenhänge zeigen, dass ein Wort viel mehr enthält als es auf den ersten Blick scheint.

Eine ausführliche Erläuerung findet sich in dem Buch “Zahl, Zeichen und Wort – Das symbolische Universum der Bibelsprache” von Friedrich Weinreb:


 

Unsere Welt ist in jeder Hinsicht etwas »Halbes», wenn man sie auf das Wesentliche bezieht. Schon durch die Schöpfung steht sie dem Schöpfer gegenüber. Sie ist schon da nur die eine Seite. Und dieses Faktum wirkt sich in allen Verhältnissen aus. Mit allem, was hier erscheint, erscheint lediglich die eine Seite, die andere bleibt Geheimnis. Dieses Wissen zeigt sich z. B. im Namen Gottes als Herr (JHWH). Dieser Name (10-5-6-5) ist, wie oben bereits erklärt, aufgebaut aus zwei Zehnern, wobei der zweite Zehner in 5+5 geteilt ist. Die 6 nämlich, Waw, führt den Namen »Haken«. Das will sagen, daß die 6 immer verbindet, und deshalb heißt ein Haken auch immer Waw, also 6. Wenn man z. B. das Wort »und» braucht, dann benutzt man im Hebräischen dafür stets nur den Buchstaben Waw. »Und« ist daher immer »6«. 5-6-5 bedeutet somit 5 »und« 5.Die erste 10 des Gottesnamens nennt man »die 10 von oben, vom Himmel», die zweite 10 aber ist schon in 5 »und« 5 geteilt. Und nur die eine Seite davon, die zweite 5 nämlich, ist das irdisch Erscheinende. Die erste 5 gehört noch nach oben, zum »Himmel«. Deshalb sieht man diesen Namen Gottes auch als aus zwei Bestandteilen aufgebaut, nämlich dem Teil 10-5, der dem Oben angehört, und dem Teil 6-5, der für diese Welt ist. Und der Sinn des menschlichen Lebens und des menschlichen Tuns ist es, die 6-5 mit der 10-5 zu einer Einheit zu verbinden.Man sieht also, die 6, der Verbindungshaken »und«, ist unten vorhanden. Es gibt hier »unten«, das heißt in der Welt der Erscheinungen, die Möglichkeit, die Verbindung zu erlangen. Es ist, wie schon erwähnt wurde, wie mit dem »verborgenen« Wert, der, wenn man unten nur etwas tut, ins Leben tritt und zu wirken beginnt.
Hier unten kennen wir also nur die eine 5. Die andere Seite ist anderswo, sie ist oben. Und deshalb hat jede Erscheinung hier unten ihre Gegenerscheinung anderswo. Alles ist hier »halb«, wie es heißt, nichts ist hier vollständig, und nichts ist hier bis ins Letzte zu verstehen.Diese Gegenseite ist nun aber in den Namen der grundlegenden Zeichen dennoch bekannt. Da, im Innersten, ist alles anwesend, diese Seite und die andere Seite. Denn im Innersten liegt doch der Ursprung des Wortes; dort sind die absoluten Proportionen offenbar. Was hier, in unserer Erscheinungsform, sich als Gegensatz äußert, ist dort, im Wesentlichen, zwar andersartig, doch gleichwohl auch zusammengehörig, in einem harmonischen Ganzen zueinander passend, vereint. Es ist dort Zweiheit und Einheit in einem. Man denke nur an die Form des Zeichens für »eins«: die Einheit gebildet aus zwei Zehnern, die vom Zeichen »6« miteinander verbunden sind.So besteht eine Einheit auch zwischen dem ersten und dem letzten Zeichen. Sie sind Gegensätze, für unsere Welt sind sie die extremsten Gegensätze. Und doch ist das Wort für »Zeichen« eine Verbindung des ersten Buchstabens mit dem letzten. Das ist eben das Zeichen. Und wenn man im Wort von einer Sache andeuten will, daß man alle Merkmale dieser Sache mit einschließen möchte, alle Positionen, alle Möglichkeiten, alle Potenzen, dann benutzt man den Ausdruck eth, geschrieben 1-400. Also wenn etwas wirklich ganz, vollständig umschrieben werden muß, dann ist es das Zusammentreffen der einen mit der anderen Seite, des Anfangs und des Endes. Hier sind für unsere Erscheinungsform die größten Gegensätze, in Wirklichkeit aber ist es die einzig mögliche Darstellung einer Sache als Ganzes. Wenn wir aber gelegentlich sagen, etwas sei »von A bis Z so«, dann meinen wir alles das, was hier möglich ist. Doch dies ist, wie man wohl verstehen wird, etwas grundsätzlich anderes als der Begriff 1-400. Dieser will sagen, daß das Gegensätzliche, und zwar das am extremsten Gegensätzliche, zusammen eine Einheit bildet.Daher gibt denn, von diesem Prinzip bestimmt, der Begriff »2« nur die eine Seite wieder. Ihm gegenüber steht der Begriff des Vorletzten, der 300. Je mehr die Entwicklungsreihe sich der Mitte nähert, desto näher rücken sich die Gegensätze. Sie bleiben aber Gegensätze. Sie werden nur in unserer Welt besser verstanden, man könnte sie sich schon eher als eine Einheit vorstellen.

Es ist also sehr wertvoll, daß die Namen der Zeichen und die Reihenfolge ihrer Proportionen beide Seiten umfassen. Man könnte sagen, daß die 22 Buchstaben der Ursprache zweimal elf Zeichen sind, elf von der einen Seite und elf von der anderen. Wenn nun ein Wort von uns verstanden wird, müssen wir uns immer auch vergegenwärtigen, daß dieses Wort einen Gegenbegriff hat, den wir uns nicht vorstellen und den wir auch nicht beschreiben können. Wir können aber, durch die absoluten Zeichen, wohl etwas, nämlich den Proportionswert der Gegenseite kennenlernen. Und das zeigt uns oft sehr überraschende Fakten. Denn durch die Zahlen können wir im Gegensatz zum Bild, zur Erscheinung, zur anderen Seite durchdringen. Wir wissen, daß die Zahlen überall die gleiche Bedeutung haben. Sie drücken das Wesentliche aus; hier noch in Zahlen, in der Welt der Erscheinungen eben als Formen. Beim diesseitigen Wort kennen wir die Form, das Bild; beim gegenseitigen Wort kennen wir keine Form. Wohl aber kennen wir die Zahl und wissen dadurch, mit welcher Form es hier verwandt oder sogar identisch ist. Und das bringt uns ungeahnte Überraschungen, schenkt uns Weit- und Tiefsicht.
Man nennt dieses Wissen und diese Praxis das athbasch-Prinzip. Dieses Wort ist nichts anderes als eine konstruierte Verbindung des ersten mit dem letzten Buchstaben, a — th, und des zweiten mit dem vorletzten Buchstaben, b — sch. Mit dem athbasch kennt man das Wort und die Gegenseite dieses Wortes; man blickt in eine ungekannte, aber ganz bestimmt existierende Welt.
Ich will auch hier zur Illustration einer solchen Praxis ein Beispiel geben. Wir nehmen wieder den Begriff »Mensch«, also adam. Der athbasch-Wert dieses Wortes (s. Tabelle), das von unserer Seite aus geschrieben 1-4-40 ist, beträgt 400-100-10. Das ganze Wort ist also im athbasch 510. Zusammen mit dem diesseitigen Wert, der, wie wir sahen, 45 ist, finden wir für den Menschen die Zahl 555, also die Zahl, von der wir wissen, daß sie eine andere Welt, daß sie Himmel und Erde vergegenwärtigt. Wir erinnern uns auch an die kurze Besprechung von 500, 50 und 5. Ohne Worte ist hier vom Menschen etwas ausgesagt, das so durchgreifend ist, so unumstößlich darauf hinweist, daß der Mensch neben seiner Erscheinung hier auch noch ganz etwas anderes ist, so daß man tatsächlich sagen kann, hier die Formel, die Definition des Menschen zu haben. Es erübrigt sich vielleicht, hier noch darauf hinzuweisen, daß der volle Wert für adam, 625, die 54 ist, die 5 also wieder in vierfacher Potenz. Wenn man, was in meinen anderen Schriften ausführlich von den 4 Welten erzählt wird, versteht, so wird man diese 54 auch als ein Wunder des Wortes empfinden. Der verborgene Wert, wofür wir oben die 580 gefunden haben, bedeutet für den Kenner meiner anderen Schriften ebenfalls eine ausschlaggebende Mitteilung. Denn mittels der 58 wie der 10 bzw. 100 x 58 erzählt das Wort vom entscheidenden Punkt der Erlösung, dem Ende der Welt der Zweiheit. Und der athbasch-Wert von adam, 510, den wir hier oben bezeichnet haben, zeigt tatsächlich auf die »Gegenseite<. Es ist nämlich der verborgene Wert für das Wort maschiach, den »Gesalbten<, den Messias also. Dieses Wort maschiach, 40-300-10-8, ist mit seinem vollen Wert (40-40, 300-10-50, 10-6-4, 8-400) 868, und da der äußere Wert 358 ist, bedeutet es, daß der verborgene Wert dieses Wortes genau diese 510 des Menschen ist.”


 

Geometrisch könnte man es so darstellen:

Athbasch-Prinzip

 

===================
Autor: Dieter Miunske


Lohn und Strafe

Unsere westliche Welt ist maßgeblich nach dem Prinzip des Belohnens und Bestrafens aufgebaut. Die ganze Gesellschaft funktioniert nach dieser Strategie. Ich gebe etwas, also erhalte ich im Gegenzug etwas dafür. Das beginnt schon mit der Erziehung der kleinen Kinder, die nur dann ihr Bonbon erhalten wenn sie »schön brav« waren. Sind sie weniger brav oder sogar »böse«, dann folgen Einschränkungen (kein Bonbon, Hausarrest, etc.). Leider können kleine Kinder (oft auch Erwachsene) nicht zwischen Kritik an einer Tat und der Person, bzw. sich selbst, trennen. Also ist die Wahrnehmung bei einer gerügten Tat nicht: »Das habe ich falsch gemacht«, sondern: »Ich bin falsch«. Menschen, die so aufwachsen (man bedenke: unser ganzes Schulsystem ist so aufgebaut!) werden beziehungsunfähig. Die einzige Beziehung, die bei ihnen funktioniert ist die Geschäftsbeziehung. Diese ist kalt, berechnend und hat nichts mit Liebe zu tun.

Wird nun ein solcher Mensch mit der Bibel konfrontiert, so baut er zwangsläufig auch zu diesem Buch, das nur auf der Basis einer Liebesbeziehung in seiner inneren Bedeutung erahnt werden kann, eine kaufmännische Beziehung auf. »Komm zu Jesus dann brauchst du später nicht in die Hölle!«, ist solch ein Kuhhandel. Wenn die Information stimmt, haben die Werbeagenten zu Beginn des Medienzeitalters ihre Strategien bei den christlichen Missionaren abgeschaut. Wer einmal einer christlichen Mission, auch Evangelisation genannt, analytisch beiwohnt, wird dabei folgendes Muster erkennen: Zunächst wird der Ist-Zustand des Menschen beurteilt. Dazu müssen dann allerlei aus dem Zusammenhang gerissene Bibelstellen herhalten: »Schau mal in dein Leben, da läuft doch nicht alles rund, oder? Wie sieht es denn in deinem Inneren aus? Glaubst du, dass du vor Gott bestehen kannst? Das wäre aber sehr hochmütig …« Ich spare mir hier die Auflistung der Bibelverse, die für diese Zwecke ihrem eigentlichen Sinn entfremdet werden. Als nächstes folgt, rhetorisch inszeniert, das große Rettungsangebot Gottes: »Gott hat seinen Sohn für dich in diese Welt gesandt und grausam quälen und hinrichten lassen, auf dass du gerettet wirst. Willst du das etwa ausschlagen? Dein Leben ist doch nur kurz. Und für diese kurze Zeit willst du es in Kauf nehmen, ewig (sie meinen damit unendliche Zeit) gequält zu werden? Überlege doch mal! Jetzt kannst du noch umkehren … usw.« Das ist nichts weiter als ein (ungültiges) Geschäftsangebot. Es folgt (scheinbar) festgeschriebenen Gesetzen, von deren Einhaltung Gott abhängig macht, ob er sich deiner erbarmt … das Druckmittel ist auch in unserer Zeit nach wie vor die Hölle. Bemerkenswert ist der Umstand, dass vom Kopf her argumentiert wird. Genau wie es die Schlange macht. “Denk doch mal nach! Gottes Angebot ist doch logisch und nachvollziehbar. Wie kann man das denn nicht verstehen wollen?” Die Basis für die Beziehung zwischen Gott und dem Menschen jedoch ist Vertrauen und Liebe, nicht die Logik. Menschliche Logik geht immer von der diesseitigen Wahrnehmung aus. Mit diesen “Bausteinen” der Sinneseindrücke berechnet und kronstruiert sie. Im alten Wissen heißt es: “Schau, die Bibel hat deiner Wahrnehmung gemäß bewusst viele Widersprüche, um dir zu zeigen, dass die Zusammenhänge diesseitig nicht fassbar sind. Suche die Verbindungen vom Jenseitigen her und du wirst staunen, wie harmonisch alles miteinander verwoben ist.” Ein beliebtes Beispiel für die Veranschaulichung der Sichtweisen ist der geknüpfte Teppich, der, von seiner Unter- und seiner Oberseite her betrachtet, entweder ein wirres Durcheinander oder ein großes Kunstwerk zeigt. Beides zusammen ist das Ganze.

Der große (leider oft unbekannte) Schlüssel ist das Tun umsonst. Das ist die Essenz der Liebe, hebr. ahawah, 1-5-2-5. Dieses hebr. Wort ist der Imperativ (Befehlsform) sowohl für »nimm!« als auch für »gib!«, ohne Gegenleistung zu erwarten. Es wird dir gegeben – einfach so! Du gibst, was auch immer, und erwartest nichts dafür – einfach so! Solange du etwas erwartest, und wenn es »nur« ein Danke ist, bist du Geschäftsmann oder -frau. Im NT werden diese aus dem Tempel geworfen (z.b. Matth. 21,12).
Im AT heißt es, dass die Kanaaniter »ausgerottet« werden sollen. Kanaan kommt von hebr. kanah, 100-50-5, kaufen. »Ausrotten« meint vom Hebr. her in erster Linie abschneiden oder entwurzeln. D.h. du sollst das Kaufmännische bei dir selbst entwurzeln. Die Kriege im AT finden einzig und allein bei dir selbst statt!
Nun, da diese »edle« Pflanze namens Kaufmann uns schon als Säugling eingepflanzt wurde, ist es eine gewachsene Struktur, die sehr tiefe Wurzeln hat. Gar nicht so leicht, sich davon zu lösen … Der Stamm des hebr. Wortes »umsonst«, bechinam, 2-8-50-40, lautet chen, Gnade. Es ist auch das Verb bachan, 2-8-50, „prüfen“, in bechinam enthalten. Liegt des Menschen Prüfung vielleicht gerade darin, ob er imstande ist, umsonst zu handeln? Eine sehr spannende Frage auf die uns diese Wortverbindung hinweist. Die einzige „Personengruppe“ die von Natur aus bechinam tut, sind die Kleinkinder, die Säuglinge im Lehrhaus (wie sie in der Überlieferung genannt werden), bei denen der Verstand noch nicht analysiert. Bei dem neutestamentlichen Wort: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht (z.B. Matth. 19,14), heißt es nicht: »Lasset den Kindergarten zu mir kommen«. Leider wird es so in den Kinderbibeln mit bunten Bildern dargestellt. Das Kind in dir hat den Zugang zum »Himmelreich«, genauso wie der Arme in dir (Matth. 5,3). Das dt. „umsonst“ hat etym. (Duden) den Sinn: „und was, wenn es nicht so ist?“ Weiterführend: »Könnte es auch ganz anders sein, als unser Verstand es uns weismachen will?« Im Tun wird ersichtlich, worin unser Vertrauen begründet ist. In dieser Hinsicht sind die Jüngsten unter uns die größten Lehrmeister. Ihnen ist das Tun »um zu« fremd. Sie stammen aus der Welt wo es diese Art des Miteinander-Umgehens nicht gibt. Lohn und Strafe hat immer mit Regeln und Gesetz zu tun. Das ist die Welt des 6. Tages, womit Ägypten assoziiert wird. Auch der sogenannte »Sündenfall« geschieht am 6. Tag, und die Kreuzigung ebenso. Es ist überall das gleiche Muster. Nicht zuletzt auch die 666 in der Offenbarung; auch dort das große Thema des Kaufens und Verkaufens. Es geschieht nichts Neues. Alles wiederholt sich ständig in Variationen. Die Bibel beschreibt die innere Struktur des Ganzen.

===================
Autor: Dieter Miunske


7

Die 7 steht für die Gegenwart. Der siebte Schöpfungstag wurde nicht mit der Formel »w‘jehi erew w’jehi boker« (wörtlich: und es ist Abend und es ist Morgen – Tag 1, 2, 3 usw.) beendet, weshalb unser Erleben in der Gegenwart immer mit diesem 7. Tag zu tun hat. Die 6 steht für die Vergangenheit und die 8 für die Zukunft im weitesten Sinne. Die ganze Bibel ist nach dieser Struktur aufgebaut. 6., 7., und 8. Tag werden immer als Einheit gesehen. Es sind die bekannten »3 Tage« denen wir immer wieder in der Bibel begegnen. Die Hälfte der 7 ist die 3½, die einen Zusammenhang mit dem Stofflichen hat.

So kennen wir die 7 Spektralfarben (rot, orange, gelb, grün, blau, indigo und violett), welche aus dem Weißen, das alles enthält, gebrochen werden. Der Regenbogen, der dem Menschen als »Bundeszeichen« gegeben wird (1. Mose 9,13), zeigt auch diese Siebenheit. Auf Hebräisch heißt dieser Bogen kescheth, 100-300-400, in der Summe 800, die 8 in den Hundertern. Die 7 wird von der 8 gezeigt. Das ist, verkürzt dargestellt, das »ich aber sage euch«, wie es durch Jesus (dessen Name im Gr. den Zahlenwert 888 hat) mehrfach im NT gesagt wird. Oder anders: Nur wenn bei uns selbst ein Durchbruch zur 8 hin stattfindet, verstehen wir was die Bibel eigentlich mitteilt.

Regenbogen heißt auf Griechisch Iris. Daher auch die Regenbogenhaut im Auge (Iris). Sie ist die Begrenzung des Sehlochs (Pupille).

Weiter kennen wir die 7 Tage der Woche, die von der Kirche in ihrer Reihenfolge genauso manipuliert wurden wie die Monate. Eine weitere uns ständige begleitende Siebenheit sind die 7 Töne unserer Tonleiter. Diese bestehen aus 12 Halbtonschritten. Im alten Wissen wird die 7 und die 12 mit der 3 und der 4 zusammengebracht: 3+4 = 7. 3×4 = 12. Während die Addition die Zahlen lediglich verbindet ohne selbige eins werden zu lassen, verschmelzen bei der Multiplikation die Faktoren miteinander. Die Differenz zwischen der 7 und der 12 ist die 5.

Begegnet die 7 sich selbst (7×7) ergibt sie die 49, so wie es auch in 3. Mose 25,8 ausgedrückt wird: Und du sollst dir 7 Jahrsabbathe zählen, 7 x 7 Jahre, so daß die Tage von 7 Jahrsabbathen dir 49 Jahre ausmachen. Jeder Bibelleser kennt die Mitteilungen vom »Jubeljahr«, das 50. Jahr, in dem jeder wieder zu seinem Besitz kommt. Die »50« hat mit dem Sohn, hebr. Ben, 2-50, zu tun. Mehr dazu dort.

Das 7. Zeichen im hebr. Alphabet ist die Sajin, die auch den Zahlenwert 7 hat. Dieses Zeichen bedeutet »Schwert«, was auf die Auseinandersetzungen innerhalb unseres Lebens hinweist. Ein neutestamentliches Wort hierzu ist Matth. 10,34:

“Wähnet nicht, daß ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.”

Das hebr. Zahlwort für 7 ist »Schwa«, 300-2-70. Das gleiche Wort bedeutet auch »schwören«. Schwur, Eid, Sieben sind im und als Wort identisch. In der Geschichte Davids kommt eine Frau namens Bathseba vor. Die Übersetzung macht es nur noch schwer möglich den Sinn dahinter zu erkennen. Hebr. lautet sie Bath Schewa, das meint: Tochter (der) Sieben, oder Tochter des Eides. David ist der Siebte (1. Chr. 2,15) und sein Sohn (Schlomo, im Dt. Salomo) ist der Achte, der das Haus Gottes baut. In der 7 kann das Haus nicht gebaut werden, doch werden die Vorbereitungen getroffen. Das Achte ist die eins einer neuen Siebenheit, nur ein Niveau höher. Bezeichnend ist auch 1. Joh. 2, die Verse 7 und 8 – man beachte Versinhalt und Versnummer in diesem Zusammenhang:

(7) Geliebte, nicht ein neues Gebot schreibe ich euch, sondern ein altes Gebot, welches ihr von Anfang hattet. Das alte Gebot ist das Wort, welches ihr gehört habt. (8) Wiederum schreibe ich euch ein neues Gebot, das was wahr ist in ihm und in euch, weil die Finsternis vergeht und das wahrhaftige Licht schon leuchtet.

Der 7. Sohn Jakobs lautet Gad. Der Name besteht nur aus zwei Buchstaben, Gimel und Daleth, in Zahlen 3-4, zusammen 7. Er hat 7 Söhne (1. Mose 46,16). Der Name Gad bedeutet Glück. Gad ist aber auch Koriander, so wie das Manna in 2. Mose 16,31 beschrieben wird: Es ist wie Koriandersamen (k’sera gad). Auch das Manna hat mit der 7 zu tun. Es ist die Speise beim Zug durch die Wüste. Das Manna kommt dir »einfach so«, fernab jeglicher Gesetze, die man mit Ursache und Wirkung (= Säen und Ernten) in Verbindung bringen könnte. Säen und Ernten ist das Prinzip der 6, die eine Entsprechung für Ägypten ist. Die weibliche Form von Gad, Gadah, 3-4-5, bedeutet Ufer oder Grenze, genau wie das Wort Saphah, 300-80-5, welches auch Sprache und Lippe übersetzt werden kann. Hier zeigt sich der Zusammenhang: Beim Weg durch die Wüste (hebr. midbar), gleich geschrieben wie medaber (40-4-2-200), sprechen, ist die Nahrung das Manna (hebr. man, 40-50). Der Zug durch die Wüste ist das Gespräch des Menschen mit Gott. Der Führer durch dieses Gespräch ist Mose (hebr. Moscheh), der aber nur bis zur Grenze des Landes kommt, in Zahlen »erzählt« kommt er bis zur 49. Der Gang ins »gelobte Land« erfolgt durch Josua (hebr. Jehoschua, gr. Jesus), der der “Sohn Nuns” genannt wird (2. Mose 33,11 u.a.). Nun hat im Hebräischen den Zahlenwert 50.

Der siebte Tag heißt in der Bibel Schabbath, 300-2-400. Es ist der Ruhetag, den Gott heiligt. Wie oben ersichtlich erkennen wir im Wort Schabbath ebenfalls die 300-2 vom Zahlwort Schwa, Sieben.
“Sabbath bedeutet seinem hebräischen Namen nach das Sitzen, wie ein König auf seinem Thron sitzt. Es bedeutet das Nicht-tun im Gegensatz zum Nur-tun, die Ruhe gegenüber dem Wachstum. Wachstum schafft Raum und Zeit, bringt Trennung, bildet Grenzen und unterscheidet Phasen. Ruhe bedeutet hier, dass die Schöpfung sich erfüllt hat. Ruhe, weil der Raum aufgehoben, die Zeit zur Ewigkeit geworden ist. Das bedeutet: Die sechs Tage der Woche richten sich auf das Ziel der Ruhe am siebten aus. Das Wachstum, die Bewegung, das Sich-ändern, sehnt sich nach der Erfüllung, nach der Vollkommenheit.”
(Weinreb, Das chassidische Narrenparadies)

===================
Autor: Dieter Miunske


2

Mit der 2 wird in der Überlieferung stets eine Manifestation festgestellt. Nur mit der 2 kann etwas sichtbar werden. Zweiheit, Dualität meint: es erscheint. In diesem Kontext stehen auch die zwei Zeugen, die immer wieder in der Bibel vorkommen. Das erste Wort der Bibel beginnt mit dem Zeichen Beth, ebenfalls die 2.

Aus diesem Grund macht es auch wenig Sinn etwas zu bekämpfen. Das eine bringt das andere hervor. Welcher Pol ist bei einer Batterie der “gute”? Plus oder Minus? Energie kann nur fließen, wenn beide Pole ein unterschiedliches Potential haben und miteinander verbunden werden. Die direkte Verbindung erzeugt jedoch einen sogenannten Kurzschluss. Wir benötigen noch einen Verbraucher, der gleichzeitig auch Widerstand, also Strombegrenzer ist. Das kann ein Leuchtmittel, ein Motor oder eine Heizplatte sein. Die Bauart des Verbrauchers entscheidet darüber, wie die Energie umgesetzt wird. Als Menschen wandeln wir die uns zur Verfügung gestellte Energie auch in unterschiedlichste Weise um und an. Je stärker unser Widerstand gegen das Leben ist, desto geringer werden unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten sein, die wir anderen zur Verfügung stellen können. Wird der Stromkreis unterbrochen (z.B. Lichtschalter), spricht man in der Elektronik von einem unendlichen Widerstand. Auf uns übertragen: In der Nichtakzeptanz unseres Lebens mit allen Gaben, Möglichkeiten und Fähigkeiten verlieren wir den Kontakt zu unserem Ursprung. Dort steht die Energie unbegrenzt zur Verfügung. So heißt Gott im NT der pantokrator. Gr. pantos = ganz, völlig, alles und gr. krateo = Macht, Kraft, Stärke. Das heißt, Gott ist Inhaber und Urheber jeder Energie.

Nochmal anders: Ohne Unterschiede kein Potential (= Spannung)! Im Versuch, alles einzuebnen und gleichzumachen ist die Kraftlosigkeit und Langeweile bereits anwesend. Spannende Menschen (der Name sagt es schon) zeichnen sich gerade dadurch aus, dass ihnen NICHT alles egal ist. Sie stehen für eine Sache ein und kämpfen DAFÜR, nicht dagegen. Denn wogegen du kämpfst, das verstärkst du.

Betrachten wir unseren Körper, finden wir auch einige Beispiele für eine Zweiheit: Wir laufen auf zwei Beinen, handeln mit zwei Armen und Händen, sehen mit zwei Augen und hören mit zwei Ohren. Die Nase teilt den Luftstrom in zwei Teile. Die dazu nötige Nasenscheidewand nennt der Mediziner Septum und das stammt vom Zahlwort Sieben. Unser arterielles Blut wird in zwei Nieren gereinigt. Wir atmen in zwei Lungen. Die linke besteht aus zwei Lappen, die rechte aus drei. Betrachten wir den Weg der Atemluft spielt auch hier die Zahl 2 eine Rolle: Die Luft atmen wir aus dem großen Ganzen, der Eins. Dann wird sie, wie gesagt, in zwei Ströme geteilt. Im Rachenraum wird sie wieder eins und bleibt es auch im oberen Teil der Luftröhre. Erst beim Übergang in die zwei Stammbronchien, der Bifurkation, geschieht wieder eine Teilung. Dann folgt der Weg in die Vielheit (Bronchiolen und Alveolen). Auf dem Weg zurück wird die Luft beim Sprechen, also dem Formen des Wortes, durch die 2 Stimmbänder in Pulswellen zerhackt. Ein sauberer Ton kann nur erzeugt werden wenn die Stimmbänder vollständig schließen, sich öffnen, wieder schließen usw. Das zu beachten ist deshalb wichtig, weil genau das Gleiche ein paar Zentimeter weiter bei den äußeren Lippen beim Blasen des Widderhornes, des Schofars, mit welchem die Welt erschaffen wird, geschieht. Wieder eine Zweimachung. Alles beginnt mit eine Pulswelle. Ohne Zweimachung kann kein einziges Wort gebildet werden. Im Anfang war das Wort.

Nochmal der Weg der Luft in den Menschen hinein durch Zahlen verdeutlicht: 1 > 2 > 1 > 2 > Vielheit – heraus (beim Sprechen, ungeachtet der Wellenerzeugung): Vielheit > 2 > 1. Der Weg des Ausatmens und des Sprechens ist der Weg zurück in die Einheit. Das trifft auch für das letzte Ausatmen, unserem Tod, zu. Gemäß 1. Mose 2,7:

Da bildete Gott der HERR den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und also ward der Mensch eine lebendige Seele.

kommt die Belebung des Menschen durch die Zweimachung (des Atems Gottes) mittels der Nase zustande.

===================
Autor: Dieter Miunske


400

Die 400 ist der Zahlenwert des letzten Buchstabens des hebräischen Alphabetes, der Taw. Damit wird die Gefangenschaft des Menschen in Zeit und Raum ausgedrückt. Die biblische Entsprechung ist die Knechtschaft in Ägypten. Die Taw ist das 22. Zeichen und wurde früher als liegendes Kreuz gezeichnet. Das “Zeichen an der Stirn” in Hesekiel 9 lautet im Original “Taw”, genauso wie das “Malzeichen des Tieres” in der Offenbarung des Johannes in der hebräischen Ausgabe:

Offb 13,16 Und es bringt alle dahin, die Kleinen und die Großen, und die Reichen und die Armen, und die Freien und die Knechte, dass sie ein Malzeichen annehmen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn;

Hier die hebr. Rückübersetzung nach Delitzsch (an dieser Stelle ident. mit dem hebr. NT “ha-b’rith ha-chodeschah” der “Society for Distributing Hebrew Scriptures / England”:

 

Das Verb tawah, 400-6-5, enthält das Zeichen taw bereits in der ausgeschriebenen Version (taw, 400-6). In Psalm 78,41 kommt das Wort auch vor, wird dort aber meist mit kränken übersetzt. Auch verwunden ist möglich.

Ps 78,41 Und sie versuchten Gott wieder und kränkten den Heiligen Israels.

Man kann genauso übersetzen: “Sie (…) zeichneten (hebr. tawah) den Heiligen Israels.” So spricht man heute noch im Dt. davon, dass jemand vom Leben gezeichnet ist. Diese Zeichnung trägt immer die Signatur der 400, das Zeichen Ägyptens, des Gebietes, wo nach den Gesetzen von Ursache und Wirkung im irdischen Verständnis gehandelt und gelebt wird. Ein Mensch, der auf diese Weise lebt, lebt automatisch in Distanz zu sich selbst. Ein typischer Charakterzug ist das Kränken anderer, insbesondere derer, die nicht nach Berechnung, sondern im Vertrauen leben, dass doch alles seinen Sinn hat. Man braucht nicht so weit zu schauen. Wir können es bei uns selbst finden. Unser rechnender und analysierender Teil ist fortwährend damit beschäftigt, den Iwri (Hebräer = der von der anderes Seite weiß) in uns zu kränken und zu verwunden.
Die Befreiung / Erlösung aus der 400 ist immer ein Durchbruch, der menschlich unmöglich ist. Gnade, Barmherzigkeit, handeln aus Liebe und Vertrauen auf das Ungewisse – das nicht Berechenbare -, sind hierfür die Schlüsselbegriffe.

===================
Autor: Dieter Miunske