Ursprache

Das Wort als Mittler der Welten

Schlagwort: Korban

Der Aussatz in der Bibel

zora’ath ist der in der Bibel gebrauchte hebräische Sammelbegriff für etwas Krankhaftes, das sich am oder im Menschen äußert. Die moderne wissenschaftliche Deutung Lepra führt gänzlich vom Sinn des Wortes weg. In Zahlen schreibt sich zora’ath, 90-200-70-400, also zade-resch-ajin-taw. Die alte Deutung lautet:

Das Wort zoraath besteht aus zur, 90-200, Form und eth, 70-400, Zeit und bedeutet: Form, Leiden in der Zeit, das Leiden der Form ist die Begrenztheit ihres Sinns durch die Zeit; zoraath bedeutet aber auch, die Gefangenschaft der Erfahrung der Zeit in der Welt der Formen, im Leid der Form. Zoraath hat also mit dem Erscheinen des Menschen hier zu tun.
Das Wort Aussatz, aussätzig bedeutet, dass im Leben des Menschen sich zeigt, dass er eben nicht weiß von einer Vorbestimmung, dass alles schon zum Heil, zum Glück, zum Guten dient und er weiß auch nicht, dass das Ziel der Welt auch zu einer Erlösung führt, also eine Rückkehr zum Ursprung, zum Hause des Vaters, zur kommenden Welt also. Und wenn er das nicht weiß, dann ist seine Erscheinung schon an sich krank, aussätzig.

Weinreb, 71Z1 Das Matthäusevangelium

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In Ägypten kann man Gott nicht nahen

Friedrich Weinreb in Das Opfer in der Bibel

Für den Auszug aus Ägypten wird nur ein einziges Motiv angegeben: Wir wollen ein Opfer bringen, ein »korban«, nichts weiter, und das geht nur außerhalb Ägyptens. Es besteht also beim Menschen selbst der Drang, ein »korban« zu bringen. Das ist der Beweggrund für den Auszug. Und man nimmt all diese Habe in Ägypten in Besitz, man nimmt alle Reichtümer Ägyptens in sich auf, um sie als »korban« zu bringen. So wird der Mensch in diesem Leben gesehen. Er sammelt hier, er baut hier auf. Die Welt zwingt ihn, dies und jenes auch noch mitzunehmen und mit diesem oder jenem wegzugehen.

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