zora’ath ist der in der Bibel gebrauchte hebräische Sammelbegriff für etwas Krankhaftes, das sich am oder im Menschen äußert. Die moderne wissenschaftliche Deutung Lepra führt gänzlich vom Sinn des Wortes weg. In Zahlen schreibt sich zora’ath, 90-200-70-400, also zade-resch-ajin-taw. Die alte Deutung lautet:

Das Wort zoraath besteht aus zur, 90-200, Form und eth, 70-400, Zeit und bedeutet: Form, Leiden in der Zeit, das Leiden der Form ist die Begrenztheit ihres Sinns durch die Zeit; zoraath bedeutet aber auch, die Gefangenschaft der Erfahrung der Zeit in der Welt der Formen, im Leid der Form. Zoraath hat also mit dem Erscheinen des Menschen hier zu tun.
Das Wort Aussatz, aussätzig bedeutet, dass im Leben des Menschen sich zeigt, dass er eben nicht weiß von einer Vorbestimmung, dass alles schon zum Heil, zum Glück, zum Guten dient und er weiß auch nicht, dass das Ziel der Welt auch zu einer Erlösung führt, also eine Rückkehr zum Ursprung, zum Hause des Vaters, zur kommenden Welt also. Und wenn er das nicht weiß, dann ist seine Erscheinung schon an sich krank, aussätzig.

Weinreb, 71Z1 Das Matthäusevangelium

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